Rübig: KMU fordern Transparenz, Flexibilität und Zugang

WTO-Konferenz des Europäischen Wirtschaftsbundes in Brüssel

Brüssel, 19. Juni 2003 (ÖVP-PK) "Klein- und Familienbetriebe sind dynamische Unternehmen. Sie haben die Möglichkeit, auf Öffnungen eines Marktes sehr schnell zu reagieren. Sowohl in entwickelten Staaten als auch in Entwicklungsländern haben KMU aber mit den gleichen Hindernissen im internationalen Handel zu kämpfen. Die Zeit ist gekommen, diese Hindernisse endgültig aus dem Weg zu schaffen und den globalen Markt zu liberalisieren", sagte heute, Donnerstag, Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig, Präsident von SME Global-Europe, im Rahmen einer WTO-Konferenz des Europäischen Wirtschaftsbundes in Brüssel. "Eine solche Liberalisierung bietet den KMU eine Chance zu wachsen. Sie schafft auch weltweit gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen." ****

Ziel der heutigen WTO-Konferenz ist, den weltweiten Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik sowie vor allem den Verhandlern in Cancun näherzubringen, dass die Doha-Runde keine Entwicklungsrunde sein kann, wenn nicht gleiche globale Wettbewerbsbedingungen beachtet werden. Schwerpunkt der Beiträge im Rahmen der Konferenz sind dabei die Rolle und Zukunft der KMU im globalen Markt sowie die Möglichkeiten für Klein- und Familienbetriebe, ihre Ziele in den Verhandlungen von Doha zu erreichen. Rübigs Hauptforderung für Cancun ist die Etablierung einer internationalen "Trade Facilitation Database", einer Datenbank zur Erleichterung des Handels. "Um den KMU einen erleichterten Zugang zum internationalen Markt zu bieten, sollte als erster Schritt eine solche Datenbank verpflichtend ins Leben gerufen werden. Via Internet soll jeder Klein- und Mittelbetrieb auf der ganzen Welt freien Zugang zu diesen Informationen haben", forderte Rübig.

Alle WTO-Mitgliedsländer hinterlegen dabei alle gültigen Import- und Exportverpflichtungen und -vorschriften. "Verletzt ein Mitgliedsland die eigenen Vorschriften, wird es gegenüber den betroffenen Parteien schadenersatzpflichtig", so Rübig. "Das würde für KMU einen gewaltigen Vorteil bringen: Sie können so einerseits ein tiefgreifendes Verständnis für de Weltmarktes und andererseits das nötige Vertrauen entwickeln, um in den internationalen Markt eintreten zu können. Dieses Instrument kann sicherstellen, dass Handelserleichterung nicht nur für multinationale Unternehmen, sondern auch für KMU gelten", betonte Rübig.

Die heutige WTO-Konferenz in Brüssel ist international und hochrangig besetzt. Anwesen sind unter anderem der EU-Kommissar für Außenhandel Pascal Lamy, der Direktor des mexikanischen Wirtschaftsministeriums Luz Maria de la Mora, der Direktor für Unternehmenspolitik des Europäischen KMU-Verbandes UEAPME, Luc Hendricks sowie der Präsident von EuroCommerce, Peter Bernert.

Rückfragen:

MEP Dr. Paul Rübig, Tel.: 0032-2-284-5749 (pruebig@europarl.eu.int) oder Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressestelle, Tel.: 0032-475-79 00 21 (pschulmeister@europarl.eu.int)

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