Darabos: Lippenbekenntnisse zur Harmonisierung sind zu wenig

Schüssel plant reine Scheinharmonisierung - FPÖ spielt dieses Spiel mit

Wien (SK) Nach den Aussagen von Kanzler Schüssel und
Vizekanzler Haupt zum gestrigen Runden Tisch verfestigt sich für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos der Verdacht, dass am Ende des Tages von einer groß angekündigten Harmonisierung nichts übrig bleiben werde. "Schüssel plant eine reine Scheinharmonisierung - und die FPÖ spielt dieses Spiel mit". ****

"Als es darum ging, bei den Arbeitern und Angestellten abzukassieren, war die Regierung nicht zimperlich", so Darabos. Jetzt, wo es darum gehe, bestehende Ungerechtigkeiten zu beseitigen, setze die Regierung auf Zeit und Lippenbekenntnisse. Die Stimmen, die Kompensationen für die Betroffenen fordern, scheinen alle anderen zu übertönen. Landwirtschaftskammerpräsident Schwarzböck habe dazu gestern das jüngste Beispiel geliefert, als er nur von der Ausweitung des Leistungsniveaus für Bauern sprechen wollte.

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer bekräftigte seine Forderung nach einer "Harmonisierung, die diesen Namen auch verdient". Im SPÖ-Modell "Fairness-Pension" ist eine echte Harmonisierung der unterschiedlichen Pensionssysteme enthalten. Damit könnte sofort begonnen werden. Alle bisherigen Ansprüche werden gewahrt, nach den bisher geltenden Systemen berechnet und auf ein leistungsorientiertes Pensionskonto gutgeschrieben. Alle zukünftigen Ansprüche werden nach dem ab einem bestimmten Stichtag geltenden einheitlichen Pensionsrecht berechnet. "Damit gilt: für gleiche Beiträge gibt es gleiche Leistungen", sagte Darabos. (Schluss) se

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003