Scharfe Kritik der Kärntner SPÖ: Österreich bei der Beschäftigung von über 55-Jährigen Schlusslicht

: Kärnten trägt rote Laterne bei den Erwerbsquoten - Statistiken müssen bereinigt werden

Klagenfurt (SP-KTN) - Die von der Bundesregierung im Zusammenhang mit der drastischen Anhebung des Pensionsalters propagierte Zielsetzung, dass Menschen länger im Arbeitsprozess verbleiben sollen, wird nicht erreicht werden. "Jene von der Anhebung des Pensionsalters betroffenen Arbeitnehmerinnen, die bei Inkrafttreten der angestrebten Neuregelung keine Arbeit haben, werden zum überwiegenden Teil auch keine Arbeit mehr finden können, und auch jene älteren Arbeitnehmerinnen, die noch Arbeit haben, werden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bis zum gesetzlichen Pensionsalter 65/60 behalten können" warnt die Kärntner Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut.

Schwarzmalerei? Nein! "Österreich ist bereits schon jetzt im europäischen Vergleich bei der Beschäftigung von über 55-Jährigen Schlusslicht. Die rote Laterne bei den Erwerbsquoten trägt Kärnten", bedauert Schaunig-Kandut.

Der Schein, dass die Beschäftigungsrate gestiegen sei, trügt:
"Die Ausweitung der Frauenbeschäftigung ist primär auf vermehrte Teilzeitarbeit zurückzuführen. Die Zahl der Frauen, die Vollzeit erwerbstätig waren, ging hingegen zurück", klärt die Soziallandesrätin alle Optimisten auf.

Bestätigt wird dieser Pessimimus durch die jüngste Auswertung der Volkszählungsergebnisse durch die Statistik Austria: Die Zahl der Frauen, die Vollzeit erwerbstätig waren, ging um 54.000 zurück. Dem gegenüber steht die vermehrte Teilzeitarbeit von plus 156.500. (Schluss)

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