Kukacka: Investieren rund 200 Millionen Euro in den Ausbau der Donau!

Donauschifffahrt soll wettbewerbsfähige Alternative zu Schiene und Straße werden

Wien, 19. Juni 2003 (OTS) "Die Bundesregierung wird in den kommenden Jahren rund 176 Millionen Euro in den Ausbau der Donau investieren. Dabei geht es zum einen darum, bestehende Engpässe auf der Donau zu beseitigen um ganzjährig schiffbare Fahrwassertiefen auf der Donau sicherzustellen und zum anderen darum, eine nachhaltige Stabilisierung der Stromsohle gegen die fortschreitende Eintiefung zu erreichen. Weitere zusätzliche Maßnahmen sind der Ausbau der Donauhäfen, die Entwicklung neuer Navigationseinrichtungen und die Vereinheitlichung der Rechtsvorschriften für die Binnenschifffahrt auf EU-Ebene", sagte heute, Donnerstag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka im Vorfeld des morgigen Hafentages in Enns. Ziel sei es, die Donauschifffahrt zu einer wettbewerbsfähigen Alternative zu Schiene und Straße zu machen. Damit soll die Wasserstraße einen Beitrag zur Entlastung der Ost-West Verkehrsachse und des wachsenden Transitverkehrs im Zuge der EU-Erweiterung leisten. ****

"Die Donau verfüge als Verkehrsweg über ausreichend freie Kapazitäten und könnte mit gezielten Entwicklungsmaßnahmen ihr Transportaufkommen bis zum Jahr 2015 von derzeit rund 12 Millionen Tonnen auf rund 30 Millionen erhöhen", so der Staatssekretär. Im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern biete die Schifffahrt bedeutend größere Transportkapazitäten. Ein Schubverband mit 3700 Tonnen Ladung entspreche 93 Waggons zu 40 oder 148 LKWs zu 25 Tonnen. "Schätzungen gehen davon aus, dass durch stärkere Einbindung der Schifffahrt die österreichische Wirtschaft jährlich rund 30 Millionen Euro an Transportkosten einsparen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern könnte", betonte Kukacka.

Ein wichtiges Projekt sei der Ausbau der Donau östlich von Wien bis Gabcikova, wo Engpässe bei der Fahrwassertiefe bestünden. Ziel sei es, eine ganzjährige Fahrwassertiefe zu sichern. Dabei sei eine Anhebung des Wasserspiegels durch die Errichtung sogenannter Buhnen, kleine Steinwälle in der Schifffahrtsrinne, und Leitwerken geplant. Eine weitere Maßnahme sei eine nachhaltige Stabilisierung der Stromsohle gegen die fortschreitende Eintiefung, die durch Schotterzugabe zum Stillstand gebracht werden solle. Beide Maßnahmen würden unter dem Gesichtspunkt der ökologischen Verträglichkeit durchgeführt. Laut derzeitigen Schätzungen sei mit Planungskosten von 6 Millionen Euro und Baukosten von 170 Millionen Euro zurechnen, so Kukacka.

Eine weitere wichtige Maßnahme sei der Ausbau der österreichischen Häfen zu intermodalen Logistikzentren. Österreich verfüge über fünf wichtige Binnenhäfen: den Werkshafen VOEST-Linz, die öffentlichen Häfen Linz, Enns, Krems und Wien. In den österreichischen Häfen wurden 2001 insgesamt 9,2 Millionen Güter umgeschlagen, etwas mehr als 50 Prozent alleine im Werkshafen der VOEST-Linz.

Zum Ausbau der österreichischen Häfen habe das BMVIT konkrete Förderprogramme entwickelt. Das Förderprogramm für den kombinierten Verkehr Schiene-Straße-Schiff habe in den Jahren 1989 bis 2002 jährlich rund 2,9 Millionen Euro vergeben, die auch zum Infrastrukturausbau der Häfen verwendet wurden. Der Hafen Enns sei seit 1994 mit 3,1 Millionen Euro aus diesem Programm vom Bund gefördert worden.
Parallel dazu existiere seit 2001 das "Pilotprogramm Donau", dass für Investitionen zur Verlagerung des Verkehrs jährlich rund 1 Million Euro zur Verfügung stelle. Ab 2004 gebe es auch ein spezielles Förderprogramm für Anschlussbahnen, dass jährlich rund 9 Millionen Euro für den Ausbau der Hafenanlagen vergebe. "Da das Programm für den kombinierten Verkehr 2002 ausgelaufen ist, laufen derzeit intensive Arbeiten daran, so rasch wie möglich ein spezielles Förderprogramm für den kombinierten Verkehr, rückwirkend ab 01.01.2003 in der Höhe von jährlich 2,2 Millionen Euro auf die Beine zu stellen", schloss Kukacka.

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