BR-FS-Programm: Schluss mit Spekulationen um unsere Freien Mitarbeiter

Wien (OTS) - Anlässlich der Spekulationen in der Tageszeitung "Die Presse" über die Frage, ob es zuviele Freie Mitarbeiter beim ORF gäbe oder nicht und die kolportierten Schlussfolgerungen, dass "hunderte" aus dem ORF fliegen würden, stellt der Betriebsrat "Fernsehen Programm" fest:

Die Verhandlungen zur Umsetzung eines Neuen Kollektivvertrages, der ab 1. Jänner 2004 gilt, nehmen ihren planmäßigen, wenn auch langsamen Fortgang. Die Überführung von rund 1.200 ständigen Freien Mitarbeitern in arbeitsrechtlich einwandfreie Dienstverhältnisse, in der Öffentlichkeit gerne als "Neuanstellung" denunziert, wird weder durch einen Mangel an finanziellen Mitteln noch durch administrative Probleme nachhaltig gestört. Die in der Tageszeitung "Die Presse" im Interview mit GD Dr. Lindner ausgesprochene Ziffer von "bis zu 1.800" Freien Mitarbeitern ist in diesem Zusammenhang falsch. Denn es ging und geht niemals um alle auch nur geringfügig und zeitweilig für den ORF arbeitende Auftragnehmer, sondern um einen Personenkreis von ca. 1.450 Kolleginnen und Kollegen, die ohne Dienstvertag wie Angestellte im ORF gearbeitet haben. Dafür sind die zitierten rund 1.200 geplanten Anstellungen vereinbart. Die Differenz ist daher bedeutend kleiner, nämlich um die 250. Und diese Mitarbeiter müssen den ORF auch nicht verlassen, denn auch im neuen Kollektivvertrag wird es eine den Freien Mitarbeitern ähnliche Tätigkeit geben, die sich weiterhin auf Honorarbasis abwickelt.

Das zur grundsätzlichen Erhellung eines Irrtums, der auch gleich zur Schlagzeile " ORF: Ein paar Hundert zu viel" erhoben wurde. Schlecht recherchiert und von der Frau Generaldirektorin aus irgend einem Grund nicht korrigiert.

Dass sich im Verlaufe dieses Interviews die beiden Kollegen von der Presse und die Frau Generaldirektorin zu der Aussage fanden, im ORF gäbe es zu viele Mitarbeiter, und zwar gleich hunderte, ist ein starkes Stück ! Selbstverständlich werden wir, die Personalvertreter, auch die Hauptabteilungsleiter unterstützen, wenn sie redlicherweise bekannt geben, dass mit noch weniger Personal das gewünschte Programm nicht mehr machbar ist.

Als Vertreter des fernsehschaffenden Personals verwehren wir uns gegen ein derartiges Dahergerede!
Nach mehreren Einsparungswellen und Programmreformen arbeiten wir mit der dünnsten Personaldecke, die gerade noch geht. Wie lächerlich die Behauptung ist, wir hätten "hunderte" Mitarbeiter zuviel, ist angesichts der Tatsache evident, dass wir unseren Betrieb nur durch Daueranmietung von Fremdpersonal in Produktion und Administration aufrecht erhalten können.

Dr. Roland Schmidl (Vorsitzender), Josef Lesnik (Schriftführer, stv. Vors.)

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