Gehrer: Beste Rahmenbedingungen für Österreichs Schulen

Stundenreduktion im Pflichtschulbereich dient nicht Budgetsanierung

Wien, 18. Juni 2003 (ÖVP-PD) Zu den Rahmenbedingungen des österreichischen Schulsystems erklärte heute, Mittwoch, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Plenum des Nationalrates, dass seit dem Jahr 2000 bereits 77 Projekte mit einem Gesamtaufwand von 380 Millionen Euro durchgeführt wurden. Zudem seien 8.850 neue Schulplätze geschaffen worden. 137 Schulbauprojekte seien derzeit in Planung, mit einem geschätzten Bauaufwand von 736 Millionen Euro. "Gemeinden und Länder stellen beste Rahmenbedingungen für die Schulen zur Verfügung und dafür gilt es zu danken", so Gehrer. Auch andere Kennzahlen würden belegen, "dass wir eindeutig sehr gute Bedingungen haben". In der Volksschule kommen in allen Industrienationen auf einen Lehrer durchschnittlich 17,7 Volksschüler, in Österreich kommen auf einen Lehrer 14,3 Schüler. "Einen besonderen Spitzenwert erzielen wir bei der Sekundarstufe. Hier gehört Österreich europa- und weltweit zur Spitze." In der Hauptschule würde für durchschnittlich 9,6 Schüler ein Lehrer zur Verfügung gestellt, der Schnitt in den OECD-Staaten betrage lediglich 15. "Wir haben damit beste Bedingungen für die Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler", so Gehrer. ****

"Auch im technischen Bereich sind wir gut ausgerüstet." In Österreich komme auf sieben Schüler bereits ein Computer. "Auch hier liegen wir im europäischen und weltweiten Spitzenfeld." Mit der Technologieoffensive sei das Angebot in den letzten umfassend ausgebaut worden. "In den vergangenen Jahren wurden 36 Millionen Euro in die Technologieoffensive investiert." Auch im Budget 2003/2004 seien für 2003 rund 36 Millionen Euro veranschlagt, im Bundesschulbereich wären zusätzlich 28 Millionen Euro für die Abdeckung des "Schüler-Mehrs" vorgesehen. "Das zeigt, dass wir sehr wohl in Bildung investieren." Für Bildungsinnovationen sei für die Jahre 2004, 2005, 2006 die sogenannte Bildungsinvestitionsmilliarde bzw. 72 Millionen Euro vorgesehen, wovon ein Drittel bereits im Budget 2004 enthalten sei.

Zu den Personalkosten führte Gehrer an, dass für die Pflichtschullehrer etwas weniger Aufwendungen vorgesehen seien. Der Grund liege darin, dass seit dem Schuljahr 2000/01 um 13.000 weniger Volksschüler zu verzeichnen gewesen wären. Dieser Rückgang der Schülerzahlen müsse sich natürlich auch beim Personalaufwand niederschlagen. "Mit den Budgets 2003/2004 haben wir gute Rahmenbedingungen geschaffen. Der verantwortungsvolle Umgang mit Steuergeldern muss der Auftrag eines jeden Politikers sein."

Zu den von Seiten der Oppositionspolitikern am Rednerpult vergossenen "Krokodilstränen" hinsichtlich der Stundenkürzungen, erklärte die Bildungsministerin, dass es "Bündel" von Aussendungen gebe, in denen seit Jahren eine Entlastung der Schüler gefordert wurde. "Wir sind dieser Aufforderung nachgekommen", so Gehrer. Bereits im Lehrplan 1999 sei eine inhaltliche Entlastung der Schüler vorgenommen worden. Der zweite Schritt werde durch eine moderate Stundenkürzung erfolgen. "Muten wir den Kindern nicht mehr zu, als wir uns selbst zumuten", so Gehrer.

In den Grundstundentafeln würden weder Turn-, Englisch- noch Musikstunden gekürzt. "Im Unterricht der musisch-kreativen Fächer liegen wir europaweit mit 16 Prozent an der Spitze "und darauf sind wir stolz." Bildungsministerin Gehrer wandte sich mit der Bitte an die Opposition, nur solche Erklärungen abzugeben, die auch den Tatsachen entsprechen. Dienstposten, die den Bundesländern für die Pflichtschulen zugeteilt werden, haben die Landeshauptleute mit dem Finanzminister paktiert. Durch die moderate Stundenreduktion gebe es auch mehr Möglichkeiten für pädagogische Ausbildung an den Pflicht-und Hauptschulen, bzw. mehr Möglichkeiten für zusätzliche Angebote. Die Stundenreduktion in den Pflichtschulen bringe dem Budget des Bundes keinen einzigen Cent. Die Bildungsministerin bedankte sich bei ihren Mitarbeitern, sowie allen engagierten Lehrerinnen und Lehrern, die es verdient hätten, richtig informiert zu werden und deren Arbeit in der Öffentlichkeit auch positiv dargestellt werden sollte.

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