Pirklhuber: Agrarreform droht selbes Schicksal wie Vorgängerinnen 1992 und 1999

Europäisches Parlament muß mitbestimmen - Ausweg aus Agrar-Schlamassel

OTS (Wien) - "Der derzeit diskutierten Agrarreform droht ein ähnliches Schicksal wie den vorhergehenden Agrarreformen 1992 und 1999. Nach korrekten Analysen sind die angekündigten Lösungen ausgegeblieben", erklärt heute der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber.

Nachdem EU-Kommissar Fischler seine ursprünglichen Vorschläge vom Juni des Vorjahres bereits bedeutend abgeschwächt habe und weitere Kompromissvorschläge momentan in Verhandlung stünden, bestünde Gefahr, dass sich der Agrarministerrat in seine eigenen Widersprüche verstricke. Die Schwerfälligkeit in der Entscheidungsfindung habe damit zu tun, dass alle AgraraministerInnen die nationalen Lobby-Interessen maximal umzusetzen versuchten anstatt sich für eine Neuausrichtung der Agrarapolitik in Richtung ‚Klasse statt Masse’ einzusetzen

Für Pirklhuber muss eine effiziente Agrarreform zu einer deutlichen Verringerung der Kosten für die Überschussverwertung führen, bäuerliche Einkommen nachhaltig sichen und Qualitätsprodukte ins Zentrum stellen. "Die Mitentscheidungd des Europäischen Parlamentes ist die einzige Lösung, um aus dem Agrar-Schlamassel zügig herauszukommen, was übrigens auch der EU-Konvent vorschlägt", fordert Pirklhuber, und abschließend: "Aus Grüner Sicht wird die Entkoppelung zwar prinzipiell befürwortet. Es muß jedoch sicher gestellt werden, dass die soziale Ungerechtigkeit zwischen begünstigten und benachteiligten Regionen beseitigt wird und die Aufrechterhaltung der Landwirtschaft im Alpenraum durch einen Ausbau der so genannten Zweiten Säule gestärkt wird."

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