Rossmann: Österreichisches Schulsystem vorbildlich

Große Erwartungen in Oberstufenreform

Wien, 2003-06-18 (fpd) - Wie die Gesellschaft, befinde sich auch die Schule im ständigen Wandel, müsse sich anpassen, auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und mit laufenden Veränderungen umgehen, sagte die freiheitliche Bildungssprecherin eingangs ihrer Re im Zuge der heutigen Budgetdebatte. ******

Wie Rossmann meinte, bilde die Schule zwar gemeinsam mit dem Elternhaus das Fundament einer allgemeinen Ausbildung, allerdings könne diese heute nur mehr begrenzt auf den zukünftigen Beruf vorbereiten. Die Schule nehme aber immer mehr auch Erziehungsaufgaben wahr. Lehrerinnen und Lehrer tragen daher heute mehr Verantwortung als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Auf Grund dieses Aspektes sei sie durchaus bereit, über andere Schulformen, auch hinsichtlich einer Ganztagsbetreuung, "nachzudenken". "Das kann nur freiwillig und muß so gestaltet sein, dass es auch leistbar ist", so Rossmann.

Das österreichischen Schulsystem ist ihrer Meinung nach vorbildlich. "Wir haben ein Schulsystem, das im Europadurchschnitt in allen Bereichen an zweiter Stelle liegt", so Rossmann. Die Qualität müsse auch in Zukunft sichergestellt werden. "Deshalb drängen die Freiheitlichen auf die bereits weitgediehene Oberstufenreform und haben auch große Erwartungen was die Zukunftskommission betrifft". Vor allem die Festlegung der Messung von Leistungsstandards hält sie für wichtig. In diesem Zusammenhang kam Rossmann auf die Problematik jener Kinder zu sprechen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. "Es darf kein Tabuthema sein, darüber nachzudenken, wie man vor allem in den Städten das Verhältnis der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache und Kindern mit deutscher Muttersprache in den Klassen festlegt". Deutschkenntnisse sollten in den Vorschulen forciert werden. Rossmann verwies in diesem Zusammenhang auf Finnland, wo ähnliches bereits erfolgreich praktiziert würde.
Bezugnehmend auf die Schuleingangsphase führte Rossmann aus, dass die Freiheitlichen seinerzeit vehement gegen dieses Modell waren. "Leider zeigt sich einmal mehr, dass wir recht hatten und sich diese sich nicht bewährt hat."

Das heurige Sommerthema betrifft offenbar die Kürzung der Ferienzeit, sagte Rossmann. "Ich bin durchaus bereit, die Sommerferien zu kürzen unter dem Aspekt, dass man die Zeit auch für die Lehrerfortbildung nützt, und diese in den Ferien macht. Dementsprechend müssten aber auch die Lehrerfortbildungskurse in den Ferien ermöglicht werden", so Rossmann abschließend. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat
(01) 40110 5833

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC0004