Werbung mit gesundheitsbezogenen Aussagen: Mehr Regulierung bringt Konsumenten nichts

FV Werbung: Ausreichend Schutz durch derzeitige Regelungen - Weniger statt mehr Gesetze und Bürokratie - "Mündiger Konsument" weiter, als manche wahrhaben möchten

Wien (PWK 393) - Der Fachverband Werbung spricht sich gegen
jegliche irreführende, täuschende Werbung mit gesundheitsbezogenen Angaben aus, die geeignet ist, dem Konsumenten zu schaden. Zugleich stellt Konrad Maric, Europa-Experte in der Interessenvertretung der heimischen Werbewirtschaft, aber klar: "Verbraucher sind unserer Meinung nach durch die bestehenden Verbote und Gesetze vor irreführenden und täuschenden Angaben ausreichend geschützt." Gesundheitsbezogene Aussagen in der Werbung müssen daher zulässig bleiben, solange sie sich im Rahmen der derzeit bestehenden Regelungen bewegten.

Außerdem plädiert Maric an Konsumentenschützer, die Verbraucher für voll zu nehmen, denn: "Der viel zitierte ‚mündige Konsument‘ ist weiter, als es manche wahrhaben möchten."
Vehement stellt sich der Fachverband als Interessensvertretung der heimischen Werbebranche gegen die Bürokratisierung von Werbung. Es gebe ja, so Maric, Bestrebungen zur Einführung einer Meldepflicht für Unternehmen, die mit gesundheitsbezogenen Aussagen auf Produkten und in Werbebehauptungen auftreten. Maric: "Was notwendig ist, sind klare und einfache Regelungen zu gesundheitsbezogenen Angaben in der Werbung. Also: Weniger statt mehr Bürokratie! Daher: Keine Werbeverbote, Meldepflichten und überzogene bürokratische Verpflichtungen für die Produktkommunikation."
Für absurd und wettbewerbsschädigend hält der Fachverband die Forderung, Claims und Werbebotschaften auf - oft ohnehin nicht praktikable - absolute Beweis- und Nachvollziehbarkeit einzuengen:
"Eine Einschränkung von innovativen und kreativen Ansätzen in der Produktkommunikation geht an der Realität des europäischen Marktgeschehens vorbei und bringt dem Verbraucher in Wirklichkeit nichts." Vielmehr würde das einen Wettbewerbsnachteil für österreichische Klein- und Mittelunternehmen am europäischen Markt bedeuten. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis:
Konrad Maric
Europäischer Repräsentant der österreichischen
Werbewirtschaft
Tel.: 01/315 290 200
E-Mail: office@maric.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0008