AMON: ELISABETH GEHRER IST "VORZUGSSCHÜLERIN"

ÖVP-Bildungssprecher zu ganztägigen Schulformen: Als Angebot, aber keine Verpflichtung!

Wien, 18. Juni 2003 (ÖVP-PK) Bei den Bildungsausgaben für die sechs- bis 15jährigen liegt Österreich dank unserer Bildungsministerin weltweit an erster Stelle. Daher ist Elisabeth Gehrer vor mich Vorzugsschülerin, die dieses Schuljahr mit guten Noten abschließt. Das erklärte ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon MBA heute, Mittwoch, im Plenum des Nationalrats. ****

Trotz schwieriger aber berechtigter Zeiten der Budgetsanierung sei es der Ministerin gelungen, in der Bildungspolitik eine Steigerung durchzusetzen, nannte Amon die Budgetzahlen von 2002 bis 2004: 2002 betrug das Bildungsbudget 5,65 Milliarden Euro, 2003 steigt dieses auf 5,85 Milliarden und im Jahr 2004 auf 5,87 Milliarden Euro.

In Fragen der Bildungspolitik sollte man jedoch nicht nur über das Budget sprechen, sondern konkret zu den bildungspolitischen Fragen Stellung nehmen, fuhr Amon fort und führte seinerseits das Thema ganztägiger Schulformen an. "Ganztagesschulformen gibt es auch in Österreich. Es ist uns aber wesentlich, dass eine solche Schulform mit Nachmittagsbetreuung auf Freiwilligkeit basiert und dort angeboten wird, wo es tatsächlich gebraucht wird. Ein solches Angebot muss flexibel sein und auch für ein paar Wochen in Anspruch genommen werden können, nicht nur für ein halbes oder ganzes Jahr. Ganztägige verpflichtende Schulformen gibt es nirgends in Europa und kommen auch für uns nicht in Frage", stellte der ÖVP-Abgeordnete klar.

KEINE ABSCHAFFUNG DER HAUPTSCHULEN!

Die vielzitierte Pisa-Studie zeige, dass nicht die Organisationsform der Schulen den Ausschlag dafür gebe, ob ein Bildungssystem erfolgreich ist oder nicht, fuhr Amon fort. "Die Wiener Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl will die Hauptschulen abschaffen. Dafür stehen wir nicht zur Verfügung, weil wir positive Erfahrungen mit den Hauptschulen haben. Etwa 50 Prozent der Maturantinnen und Maturanten in Österreich kommen aus Hauptschulen!" Im ländlichen Raum habe Österreich hervorragende Hauptschulen. Ein Problem gebe es lediglich in den Ballungszentren - dort würden die Hauptschulen zur Sackgasse. "Hier müssen die richtigen Antworten gegeben werden: Die SPÖ will die Hauptschulen abschaffen und die Gesamtschule etablieren. Wir aber wollen ein differenziertes Bildungssystem, in dem nach Neigungen und Talenten unterschieden wird."

Es sei auch zu überlegen, "wie wir die Qualität an den österreichischen Schulen weiterentwickeln können. Im internationalen Vergleich stehen wir mit unserem Bildungssystem und unseren Schulen gut da, aber wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen. Daher sollten wir uns nicht überlegen, wie wir einzelne Schulformen gewaltsam zerschlagen, sondern wie wir die Qualität der Schulen weiter verbessern können", lud Amon die Opposition zur konstruktiven, positiven Mitarbeit ein.
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