FP-Prinz: Nordostumfahrung: Pläne Wiens täuschen die Bevölkerung

Flugfeld-Variante nur eine von vielen, die von der ÖSAG auf Herz und Nieren geprüft werden

Wien, 18.06.03 (fpd) – Der Lack ist ab, meinte Stadtrat a.D. Walter Prinz als Leiter des FPÖ-Bürgerbüros zur gestrigen Podiumsdiskussion der BI "Donaustadt-lebenswert" mit dem Thema "Autobahn durch Wohngebiete oder Stadtumfahrung" im Volksheim Aspern. Vertreter von ÖSAG und Verkehrsministerium stellten nämlich klipp und klar fest, dass der von der Stadt Wien präsentierte Plan für eine Nordost-Durchfahrung über das Flugfeld Aspern nur eine Variante von vielen ist. All diese Trassenführungen werden in den nächsten Monaten von den Bundesplanungsstellen auf Herz und Nieren geprüft und vergleichsweise gegenübergestellt.

Wiener Projektpräsentation verunsichert Bevölkerung

Kritik an der bisherigen Vorgangsweise bei den Projektpräsentationen der Stadt Wien wurde dabei ebenfalls von den Bundesvertretern geäußert. Die Art und Weise, wie die Stadt ihr Projekt als fixe Gegebenheit darstellt, trage viel zur Verunsicherung der Menschen in den betroffenen Gebieten bei, meinten die Vertreter von ÖSAG und Infrastrukturministerium.

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Aufhorchen ließ auch der SP-Bürgermeister von Groß Enzersdorf, der seine Verwunderung über die vorgelegten Wien-Planungen zum Ausdruck brachte. Nach seinen Informationen gibt es eine fixe ausgemachte Trasse zwischen Wien und Niederösterreich, die nicht über das Asperner Flugfeld sondern über Niederösterreichisches Gebiet führt. Dies sei auch mit den Anrainergemeinden so abgesprochen.

Bevölkerung in transparenten Planungsablauf einbinden

Resümee dieser ambitionierten Veranstaltung: Es ist klar, dass Wien eine Nordostumfahrung braucht, die von einer Mehrheit der betroffenen Bürger befürwortet. Dies ist bei der Flugfeld-Variante nicht der Fall. Man sollte daher von Seiten der Stadt Wien aufhören, den Leuten ein X für ein U vorzumachen. Jetzt liege die weitere Planung bei ÖSAG und Verkehrsministerium.

Dabei ist sicherzustellen, dass der gesamte Prozessablauf nicht wie in Wien hinter verschlossenen Türen stattfindet und die Bürgerinitiative von Anfang an eingebunden wird. Es steht jedenfalls heute schon fest, dass eine Trassenführung über das Flugfeld Aspern keine freiheitliche Zustimmung finden wird, betonte Prinz abschließend. (Schluß)am

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