Bundesarbeitskammer fordert Verbesserung für berufstätige Studierende und Gesamtkonzept zur Entlastung der SchülerInnen (4)

Dornbirn (AK) - Mehr und bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Studium und Beruf verlangt die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer. Durch die Einführung der Studiengebühren ist es zu einem weiteren Anstieg der Berufstätigkeit von Studierenden gekommen. Mittlerweile sind über zwei Drittel aller Studierenden erwerbstätig. Die Studienbedingungen insbesondere für berufstätige Studierende haben sich aber nicht verbessert. Durch die Pauschalgebühr werden zudem Berufstätige besonders benachteiligt, da sie aufgrund längerer Studienzeiten insgesamt weit höhere Gebühren bezahlen müssen. Weiters fordert die Bundesarbeitskammer ein pädagogisches Gesamtkonzept zur Entlastung der SchülerInnen. Stundenkürzung in allen Schulstufen ohne Begleitmaßnahmen werden entschieden abgelehnt, da dies zu keiner wirklichen Entlastung der SchülerInnen führt, sondern nur eine reine Sparmaßnahme darstellt.

Zur Entlastung der SchülerInnen ist ein pädagogisches Gesamtkonzept erforderlich, das eine Überarbeitung der Lehrpläne mit entsprechender Reduktion des Lehrstoffes vorsieht. Die eingesparten Lehrerstunden sollten für Förderunterricht, AssistenzlehrerInnen, ua verwendet werden. Weiters stellen eine Verbesserung der Berufsorientierung bzw die Einführung einer Berufs- und Studienwahlorientierung in der Oberstufe sowie das Verhindern von Repetieren und das Minimieren von Schulabbrechern wichtige Entlastungen für SchülerInnen dar.

Für berufstätige Studierende fordert die Bundesarbeitskammer:

+ Mehr auf Berufstätige bezogene Orientierungshilfen beim Studienbeginn
+ ein eigens für Berufstätige konzipiertes universitäres Studienangebot in Studienrichtungen mit hohem Erwerbstätigenanteil + mehr Abend- und Blockveranstaltungen, bedarfsgerechte Öffnungszeiten von Bibliotheken und Instituten
+ Entwicklung eines Konzeptes zur Einrichtung von "Teilzeitstudien" + Verbesserung der finanziellen Unterstützungen, zB Sicherung und Ausbau der bis 2003 befristeten Studienabschluss-Stipendien, Anhebung der Altersgrenzen.
+ Abschaffung der Studiengebühren. Im Fall der Beibehaltung von Studiengebühren müssen diese und anderwertige Studienaufwendungen (zB Fahrtkosten) auch im Universitätsbereich unabhängig von der "Facheinschlägigkeit" der gewählten Studienrichtung in voller Höhe steuerlich absetzbar sein.

(Forts.)

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