SPÖ-Wutzlhofer: Studie bestätigt "bildungspolitischen Rückfall der schwarzblauen Regierung in die Fünfziger-Jahre"

Neuerlich Kritik an Studiengebühren - Von Beginn als soziale Selektion gedacht

Wien (OTS) - Die soeben nach einem Jahr (!) freigegebene
sogenannte "Kolland-Studie" über die "Auswirkungen der Einführung von Studiengebühren und das Studienverhalten", nahm Mittwoch der Jugendsprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer, zum Anlass, neuerlich heftige Kritik an der Bildungspolitik der ÖVP/FPÖ-Bundesregierung zu üben. "Die Ergebnisse der Studie", so der Mandatar in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien, "bestätigen einmal mehr die Befürchtungen der Wiener SPÖ über die von der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung durchgedrückten Studiengebühren und dokumentieren wie jugendfeindlich diese Koalition agiert. Durch die Studiengebühren werden - und dies sind die Kernpunkte der Untersuchung - sowohl Schranken für Studienwillige aus einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten errichtet als auch Studienaktivitäten beeinträchtigt. Auch ist die Behauptung von Bildungsministerin Gehrer, durch die Studiengebühr würde das Leistungsbewusstsein der Studierenden steigen, unzutreffend", betonte Wutzlhofer.

Für die Studierenden habe sich nach Einführung der Studiengebühr jedenfalls bis jetzt überhaupt keine qualitative Verbesserung der Studienbedingungen ergeben. Auch diese Begründung für die Einführung erweise sich als Luftblase der schwarzblauen Koalition, setzte Wutzlhofer fort. Für den SPÖ-Mandatar hat "die Regierung von vornherein mit Hilfe der Studiengebühr eine soziale Selektion und damit einen bildungspolitischen Rückschritt in die Fünfziger-Jahre geplant". Der Regierung hochwillkommen sei dabei zudem noch der Budgetloch-Stopfeffekt, meinte Wutzlhofer.

Jetzt entscheide wieder - so wie vor der Einführung des freien Studienzugangs durch die SPÖ-Regierung Kreisky - vor allem die Einkommens- und Vermögenssituation der Eltern, ob jemand eine Chance zum Universitätszugang und damit zu höherer Bildung habe. Wutzlhofer:
"Mit ihrer Politik verbaut die schwarzblaue Bundesregierung vielen jungen Menschen ihre Zukunftschancen". Und das in einer Zeit, in der nicht nur der reiche Westen, sondern auch viele ärmere, sogenannte Schwellenländer erkannt hätten, dass das beste Zukunftskapital für die positive Entwicklung eines Landes eine fortschrittliche und ausreichend dotierte Bildung für die jungen Menschen wäre. "Die schwarzblaue Regierung macht bedauerlicherweise genau das Gegenteil:
Sie betreibt eine Auslesepolitik an den Unis, spart Lehrer ein und unternimmt überhaupt nichts gegen die von ihr verursachte Jugendarbeitslosigkeit. Diese Politik ist ein Schaden für viele junge Menschen und damit auch für die Zukunft Österreichs", schloss Wutzlhofer.

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