Wichtige Korrektur zu OTS0085: ARBÖ: Licht am Ende der Tunnels

ARBÖ-Tunnel-Check zeigt Besserungen - Aber putzen tut Not

Wien (OTS) - Im vorletzten Absatz, erster Punkt, muss es lauten:
"Fahrzeug stehen lassen" (nicht: "Möglichst aus dem Tunnel fahren"). Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

KORRIGIERTE FASSUNG

"Der Zustand der Straßentunnels in Österreich hat sich im Sinne der Verkehrssicherheit in den vergangenen zwei Jahren verbessert. Hauptkritikpunkt bleibt das zu schwache Licht in den Röhren", fasst Willi Patzold, Leiter des ARBÖ-Informationsdienstes, den ARBÖ-Tunnel-Check zusammen. Dieser wurde vor Beginn der Sommerreisewelle durchgeführt. Die Experten des ARBÖ wünschen sich mehr Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen und mehr Information über richtiges Fahren in den Tunnels durch die Printmedien.

Willi Patzold zur Hauptbeanstandung Licht: "Das Problem liegt weniger an der Beleuchtung selbst, sondern daran, dass das Licht nicht reflektiert. Es wird von verschmutzen oder nachgedunkelten Wände geradezu geschluckt." Als Lösung schlägt der ARBÖ eine kurzfristige Putzaktion und mittelfristig eine bessere Ausstattung der Röhren mit reflektierenden Wänden vor.

Der ARBÖ hat im Mai 2003 österreichweit eine Neuauflage des vor zwei Jahren durchgeführten Tunnel-Check durchgeführt. Damals fuhren ARBÖ-Experten insgesamt 71 Straßentunnels mit einer Gesamtlänge von 152 Kilometer ab. Die zum Teil recht bestürzenden Ergebnisse wurden der "Tunnelkommission" unter Vorsitz von Universitätsprofessor Dr. Dipl.-Ing. Hermann Knoflacher zur Verfügung gestellt.

Beim heurigen Check wurden 85 Tunnels mit einer Gesamtlänge von 165 Kilometer überprüft, davon 68 auf Autobahnen. Auch diesmal werden die Detailergebnisse für die Tunnelkommission im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wieder aufschlussreich sein.

Die Ergebnisse im Detail: Im Großen und Ganzen wurden Beleuchtung, Beschilderung und Bodenmarkierungen als gut und ausreichend bewertet. Kritik gab es fallweise an der Entlüftung. Fast durchwegs wünschten sich die ARBÖ-Experten mehr Geschwindigkeitsüberprüfungen im Tunnel. Auch die Einhaltung des Sicherheitsabstandes sollte verstärkt überwacht werden. Nach wie vor als großen Mangel empfunden wurde das Fehlen von Informationen für Kraftfahrer über das Verhalten im Falle eines Unfalles oder bei einer Panne. Die Angst fährt im Tunnel offenbar nach wie vor mit.

Hinweis: Die Ergebnisse pro Bundesland (Ausnahme: Burgenland) liefert die ARBÖ-Presse und Öffentlichkeitsarbeit gerne auf Anfrage.

Tipps für das Fahren im Tunnel

  • Sicherheitsabstand einhalten
  • Mit erhöhter Aufmerksamkeit fahren
  • Tempolimits und Überholverbote einhalten
  • Verkehrszeichen und -signale beachten
  • Licht einschalten und Sonnenbrille abnehmen
  • Autoradio (Ö3-Verkehrsfunk) einschalten
  • Nicht anhalten, außer in einem Notfall

Was tun bei einem Stau im Tunnel?

  • Warnblinkanlage einschalten
  • Sicherheitsabstand einhalten
  • Motor abschalten und Verkehrsfunk im Radio hören
  • Hinweise des Tunnelwartes über Radio (Verkehrsfunk) oder Tunnellautsprecher beachten
  • Auf keinen Fall das Fahrzeug wenden oder rückwärts fahren!

Was tun bei einer Panne oder einem Unfall?

  • Warnblinkanlage einschalten
  • Fahrzeug nur in Pannenbucht, Standstreifen oder am rechten Fahrbahnrand abstellen
  • Motor abschalten
  • Notruf betätigen
  • Geben Sie an: - Was ist passiert?
  • In welcher Fahrtrichtung?
  • Gibt es verletzte Personen?
  • Erste Hilfe leisten!

Was tun bei einem Brand im Tunnel?

  • Fahrzeug stehen lassen
  • Nur im Notfall Fahrzeug am Standstreifen oder in einer Pannenbucht am rechten Fahrbahnrand abstellen
  • Fahrzeug unverzüglich verlassen
  • Autoschlüssel stecken lassen
  • Brandalarm bei Notruf betätigen
  • Wenn möglich, Löschversuche starten
  • Erste Hilfe leisten!
  • Bei starkem Rauch über Notausgänge oder über Portal flüchten

Feuer und Rauch können tödlich sein - Retten Sie Ihr Leben, nicht Ihr Auto!
Ruhe bewahren und Anweisungen des Tunnelbeauftragen befolgen!

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: ++43-1-891 21 / 280
presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

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