Kossina: Pfand schafft neue Arbeitsplätze und hilft der Umwelt

Mehrweg-Boom mit Hilfe des Pfandes

Wien (OTS) - "Mehrwegflaschen boomen wie nie zuvor in Deutschland. Das Pfand auf Getränkeverpackungen greift voll. Ein Pfand auf Getränkeverpackungen ist gut für die Umwelt und schafft zusätzlich neue Arbeitsplätze", so die Wiener Umweltstadträtin. Ihre Forderung an Minister Pröll: Rasch auch in Österreich ein Pfand auf Einweggetränke. Weniger Müll und mehr Arbeitsplätze wären die Folge.

Seit Einführung des Dosenpfandes in Deutschland zu Beginn dieses Jahres, sei geradezu ein Mehrwegboom zu verzeichnen. So gäbe es in der Bierbranche eine Steigerung des Mehrweganteils um bis zu 40 Prozent. Bei manchen Getränkeproduzenten hätte sich der Absatz bei Mehrweg teilweise sogar verdoppelt.

Laut Angaben des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels wollen 90 Prozent der Supermärkte Einweg ganz aus den Regalen nehmen. "Mehrwegverpackungen bekommen wieder eine neue Chance", so Kossina. Es geht um positive Auswirkungen für die Umwelt und um weniger Müll.

Kossina: "Der hohe Einweganteil bei Getränkeflaschen wurde mit Hilfe des Pfandes gestoppt. Damit konnten gleich mehrere Erfolge erzielt werden. Nicht nur, dass ein Pfand positive Umweltauswirkungen hat- immerhin werden Mehrwegflaschen bis zu 60 mal wiederverwendet-so werden auch die Müllberge kleiner. Niemand schmeißt eine bepfandete Flasche oder Dose in den Mistkübel. Das Zurückbringen in den Supermarkt wird damit zur Normalität. Die Abfallberge schrumpfen."

Die Nachfrage nach Mehrwegflaschen sei so groß, dass es sogar Lieferengpässe gebe, so die Umweltstadträtin. "Jetzt ist es auch in Österreich Zeit für ein Pfand. Der Umweltminister muss endlich handeln", so Kossina.

Gleichzeitig könne man aus den Erfahrungen Deutschlands lernen und rechtzeitig alle Vorkehrungen für ein gut funktionierendes Pfandsystem schaffen. Ein einheitliches Rücknahmesystem wäre eine Voraussetzung dafür, so Kossina.

Neben dem Schutz der Umwelt und der Verkleinerung der Müllberge habe die Einführung des Pfandes in Deutschland aber auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: In den vergangenen Monaten konnten im Brauereisektor bundesweit rund 1.500 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Nach Schätzungen der deutschen Umwelthilfe werden diesen Sommer rund 40 bis 50 Prozent der verkauften Dosen und Einwegflaschen durch Mehrweg ersetzt werden.

Kossina: "Mehrwegflaschen waren kurz vor dem Aussterben. Mit dem Pfand haben diese Getränkeverpackungen wieder Chancen sich am Markt zu etablieren. Es ist höchste Zeit, dass auch Österreich diesen Weg geht und damit die Umwelt schont und neue Arbeitsplätze geschaffen werden." (Schluss) bfm

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