Niederwieser: Bildungspolitik ist zentraler Schwachpunkt der Bundesregierung

SPÖ fordert ganztägige Schulformen und Qualitätssteigerung

Wien (SK) "Mangelnde Budgetmittel für die Schulen, Stundenreduktionen und LehrerInnen-Abbau sind die Kennzeichen der einfallslosen Bildungspolitik dieser Bundesregierung", stellte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Mittwoch anlässlich der Debatte zum Budgetkapitel "Bildung" fest. "Die Bildungspolitik ist kein Schwerpunkt, sondern ein zentraler Schwachpunkt dieser Bundesregierung. Dies führt zu Frustrationen, Ängsten und Sorgen bei den betroffenen SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen. Bildungsministerin Gehrer ist eine willige Erfüllungsgehilfin Grassers, dem das eigene Image wichtiger ist als die Zukunft unserer Jugend", so Niederwieser gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Österreichs Bildungssystem brauche einen Qualitäts- und Reformschub, um im internationalen Vergleich aufholen zu können. Österreich müsse an die Spitze der Industriestaaten und dürfe sich nicht mit dem 10. Platz zufrieden geben, hob Niederwieser hervor.

Seit Antritt der schwarz-blauen Bundesregierung im Jahr 2000 werde Bildungsabbau betrieben, die notwendigen Ressourcen fehlen. "Mehr als 6.000 LehrerInnen werden eingespart, 600 Frauen und Männer beim Reinigungspersonal an den Schulen gestrichen und das vielfältige Unterrichtsangebot eingeschränkt", kritisierte Niederwieser.

Die SPÖ trete dafür ein, in Bildung zu investieren und die notwendigen Mittel, z.B. für den Ausbau von ganztägigen Schulformen, zur Verfügung zu stellen. Die Lern- und Freizeit könnte sinnvoll über den ganzen Tag verteilt werden, auf die besonderen Begabungen, aber auch auf die Schwächen der einzelnen SchülerInnen, könnte besser eingegangen werden. Dies würde die nach wie vor steigende Zahl von Nachhilfestunden, Drop-out-Raten, Wiederholungsprüfungen und Repetentenquoten senken helfen. "Bereits in der Schule müssen die Grundlagen für das lebens- und berufsbegleitende Lernen gelegt werden. Aber das ist für die schwarz-blaue Bundesregierung auch kein Thema, sie hat die Budgetmittel für die Erwachsenenbildung um 15 % gekürzt", schloss der SPÖ-Bildungssprecher. (Schluss) cs/mm

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