AUVA-Service Entgeltfortzahlung bereits von 360 burgenländischen Betrieben genützt

Wien (OTS) - Die Außenstelle Oberwart der Landesstelle Wien der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) wickelt seit Mitte Dezember 2002 eine neues Service für die burgenländische Wirtschaft ab: Betriebe mit weniger als 51 Mitarbeitern erhalten nach Arbeits-und Privatunfällen Zuschüsse zur Entgeltfortzahlung. Rund 200 burgenländische Unternehmen bekamen für das 1. Quartal 2003 rund 115.879 Euro ausbezahlt. Bis Anfang Juni haben insgesamt rund 360 Betriebe einen Zuschussantrag gestellt. Ansprechpartner:
Außenstellenleiter Franz Szaffich und sein Team, Telefonnummer 03352-35 356 (Fax: -35356-606) oder der E-Mail-Adresse efz.oberwart@auva.sozvers.at.

Die Außenstelle wurde im Jänner 1999 zur Betreuung von 119.000 Arbeitnehmern, Schülern und Studenten, 270 Schwerversehrten und 6.400 Unternehmern im Burgenland eingerichtet. Die regionale Auskunft, Anlauf- und Servicestelle der AUVA ist im Oberwarter Bürogebäude Atrium, Hauptplatz 11, wochentags 8 bis 15 Uhr geöffnet. Im Jahre 2002 passierten im Burgenland 2.006 Arbeitsunfälle (2001: 2.041), 1.380 Schülerunfälle (2001: 1.442) und es wurden 13 Berufserkrankungen (2001: 20) gemeldet.

Seit Mitte Dezember erhalten alle Dienstgeber mit Betrieben mit regelmäßig weniger als 51 Mitarbeitern (auch von Lehrlingen und geringfügig Beschäftigten) einen Zuschuss zur Entgeltfortzahlung sowohl nach Arbeits- als auch nach Privatunfällen. Der Zuschuss beträgt 50 Prozent des tatsächlich fortgezahlten Entgelts für längstens 42 Kalendertage pro Arbeits- bzw. Kalenderjahr. Die vier Grundvoraussetzungen: Der Dienstnehmer ist bei der AUVA versichert, hatte den Unfall nach dem 30. September 2002, die Arbeitsverhinderung dauerte länger als drei aufeinander folgende Tage und das Entgelt wurde fortgezahlt.

Rund 200 burgenländische Betriebe haben für das 1. Quartal 2003 insgesamt rund 115.879 Euro für 5.355 Ausfallstage erhalten. Bis zum 13. Juni wurden von 360 Firmen Zuschussanträge gestellt. Die AUVA Landesstelle Wien hat in Niederösterreich, Wien und Burgenland insgesamt rund 1,5 Millionen Euro an die Unternehmen ausgezahlt. Die größten Unklarheiten für die Betriebe bestehen laut Außenstellenleiter Franz Szaffich in der

  • Einschätzung der Beschäftigtenanzahl: Grundlage für die Rückerstattung fortgezahlten Entgelts ist die Beschäftigtenanzahl des Betriebes und nicht jene einzelner Arbeitsstätten - dies ist ein Unterschied zu den Regelungen im "ArbeitnehmerInnenschutzgesetz";
  • Berechnung des Entgeltfortzahlungsbetrages: Basis sind die Brutto-Entgeltfortzahlungen; Sonderzahlungen oder Lohnnebenkosten werden nicht berücksichtigt, und
  • Frist für die Auszahlung: die Zuschüsse werden innerhalb eines Monats nach dem Ende jenes Quartals, in dem der Antrag gestellt wurde, ausgezahlt.

Die AUVA hat eine eigene Seite in ihrem Internet-Portal zum Thema Entgeltfortzahlung eingerichtet: http://www.efz.auva.net. Sie enthält ein Antragsformular und weiterführende Informationen.

Die zwölf Mitarbeiter der AUVA Außenstelle Oberwart stehen im besonderen für

  • Fragen und Anträge in Leistungssachen nach Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Auskünfte und Beratung der Versehrten, aller Antragsteller und Leistungsempfänger

- Hilfe bei beruflicher und sozialer Rehabilitation

  • Aktionen und Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Fragen von Betrieben und Arbeitsstätten mit maximal 50 Mitarbeitern im Rahmen des "ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes" zur Verfügung.
  • Weiters ist der Chefarzt der AUVA Landesstelle an bestimmten Tagen für Beratung und Visiten, zum Beispiel für Prothesenträger, in der Außenstelle Oberwart anwesend. Der nächste Begutachtungstermin ist am Dienstag, dem 24. Juni 2003 vormittags.

Rückfragen & Kontakt:

Gabriela Würth, GWK,
Tel: 02242-38300, 0676 33 24 879,
gabriela.wuerth.gwk@utanet.at.

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