Bayr: Bahnhof Wien muss rasch gebaut werden

Zukünftiger Zentralbahnhof ist Grundlage für Weiterentwicklung der Ostregion

Wien (SK) In ihrer Rede zum Budget im Verkehrsbereich wies Nationalratsabgeordnete Petra Bayr am Mittwoch auf die Dringlichkeit der Erneuerung des Wiener Südbahnhofes hin. Funktional und strukturell ließe er mehr als zu wünschen übrig, "abgesehen davon, dass der Wiener Südbahnhof rein optisch wahrscheinlich die optimale Kulisse für einen Film im Nachkriegswien bietet", wie Petra Bayr ergänzte. ****

Aber die finanzielle Bedeckung dafür fehle im vorliegenden Budget, so wie für viele Projekte im Generalverkehrsplan. "Das ist gerade in Hinblick auf die EU-Osterweiterung absolut unverständlich. Die österreichische Wirtschaftsentwicklung bedarf Wien als Knoten im transeuropäischen Netz. Daran führt ohne ausreichenden Schienen- und Straßenausbau kein Weg vorbei!", beschwor Petra Bayr die Bundesregierung.

Für den infrastrukturellen Ausbau der Ostregion wären insbesondere der Ausbau des Schnellbahnnetzes für Pendler, der Bau des Laaerbergtunnels, der Ausbau der Park & Ride-Anlagen im Wiener Umfeld, die Beschleunigung der Arbeiten am so wichtigen Lainzer Tunnel, die Zusage für die Bundesbeiteiligung an der vierten Ausbaustufe des Wiener U-Bahn-Netzes und der Bau der Nord-Ost-Umfahrung unumgänglich notwendig.

Petra Bayr verwies darauf, dass auf Initiative der Stadt Wien ein Private Public Partnership-Modell zur Finanzierung des Projektes Zentralbahnhof Wien in Aussicht genommen wurde - dies sei äußerst erfreulich. Die notwendige Umwidmung des Geländes wären aber erst sinnvoll, wenn es eine vertragliche Zusicherung des Bundes gäbe, die Widmungsgewinne in den Ausbau des Zentralbahnhofs investieren zu können und diese nicht für das Stopfen von Budgetlöchern herhalten müsse.

"Wenn Herr Staatssekretär Finz in Sachen Zentralbahnhof von der Bremse steigen könnte, wäre das ein wirklicher Gewinn für die Ostregion, damit weitere verkehrstechnische, städtebauliche und infrastrukturelle Impulse gesetzt werden können", so Bayr abschließend. (Schluss) up/mm

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