Kranzl: Strafen verbessert das Zeugnis nicht

Schulprobleme ohne Panik und Strafen mit dem Kind gemeinsam lösen!

Niederösterreich (SPI) "Ich ersuche alle Mütter und Väter, bei nicht so guten Schulerfolg ihres Kindes auf körperliche und psychische Strafen zu verzichten und gemeinsam mit dem Kind oder Jugendlichen die Probleme in Ruhe zu besprechen. Kein Kind oder Jugendliche sollte mit seiner Enttäuschung alleine gelassen werden", appellierte die für das Pflichtschulwesen in Niederösterreich zuständige Landesrätin Christa Kranzl anlässlich des bevorstehenden Schulschlusses. "Schlechte Noten oder die Wiederholung einer Klasse kann viele Gründe haben. Es ist wichtig die Ursachen aufzuspüren, nur so kann wirklich etwas verbessert werden", so LR Christa Kranzl weiter.

Anlässlich des Schulschlusses danke die Pflichtschullandesrätin auch den Lehrerinnen und Lehrern für die geleistete Arbeit. "Unser Schulsystem zählt zu den Besten der Welt. Dies haben die Lehrerinnen und Lehrer erreicht, die hervorragendes leisten" so Landesrätin Christa Kranzl. Besorgt äußerste sich die Landesrätin über die zukünftige Entwicklung besonders im Volkschulbereich und in weiterer Folge im gesamten Bildungsbereich. "Durch den Rückgang von schulpflichtigen Kindern in den kommenden Jahren und durch das starre Festhalten bei der Berechnung der Dienstposten ausschließlich nach den Schülerzahlen ohne Rücksicht auf die ländlichen Strukturen sind Klassen und ganze Schulstandorte gefährdet. In Niederösterreich könnten es im kommenden Schuljahr ca. 25 Volksschulen geben, die nur mehr einklassig geführt werden. Wir stehen am Beginn einer Ausdünnung des ländlichen Raumes bei Schulstandorten. Ich fordere daher, bei den Finanzausgleichsverhandlungen im kommenden Frühjahr 2004 für die Erhaltung von Bildungseinrichtungen besonders im ländlichen Raum unbedingt Finanzmittel bereitzustellen. Weiters trete ich dafür ein die Klassenschülerhöchstzahl auf 25 zu senken. Die hiefür nötigen Räumlichkeiten sind vorhanden. Der Bildungsbereich muss ausgebaut werden und darf nicht dem Sparstift zum Opfer fallen", so die für das Pflichtschulwesen in Niederösterreich zuständige Landesrätin.

Rückfragen & Kontakt:

Walter Schneider
0664 300 85 32

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0012