MIEDL: NEUE WEGE ZUR ERHÖHUNG DER VERKEHRSSICHERHEIT IN ÖSTERREICH

ÖVP-Verkehrssprecher: "Jede zweite Stunde verunglückt ein Kind, jede neunte Stunde stirbt eine Person in Österreich im Straßenverkehr!"

Wien, 18. Juni 2003 (ÖVP-PK) ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Werner Miedl widmete sich in seiner Rede vor dem Plenum zum Nationalrat heute, Mittwoch, der Verkehrssicherheit. "Jede zweite Stunde verunglückt ein Kind, jede neunte Stunde stirbt eine Person in Österreich im Straßenverkehr. Innerhalb der gesamten EU gibt es pro einer Million Einwohner jährlich 107 Tote im Straßenverkehr, in Österreich sind es 120, und damit um 13 Menschenschicksale mehr als in der EU! Darum müssen wir handeln", sagte Miedl in der Debatte zum Budget für das Verkehrsressort. ****

Verkehrsunfallursache Nummer eins ist die überhöhte Geschwindigkeit, die meisten Unfälle verursacht die Altersgruppe zwischen 15 und 25 Jahren, fuhr Miedl fort. "Je höher die gefahrene Geschwindigkeit, desto mehr Ereignisse mit desto schwereren Folgen sind zu verzeichnen. In Österreich wird kontrolliert, in Österreich wird in einem Ausmaß wie sonst nirgends reguliert, wir haben viele, gute Straßen, und trotzdem gibt es bei uns mehr Unfälle als anderswo. Daher stellt sich die Frage und die Notwendigkeit, dass wir andere Wege beschreiten müssen", sagte Miedl und nannte seine Vorschläge:

- Deregulierung: in Österreich herrscht ein wahrer Schilderwald an

Ge- und Verboten, Hinweisen, Tempolimits etc. Dieser Schilderwald müsse abgebaut werden.
- Stärkung der Eigenverantwortung: "Wir sollten nicht bei den Behörden ansetzen, sondern bei den Menschen und dort die Verantwortung festmachen. Ein höheres Maß an Eigenverantwortung ist gefragt."
- Imageänderung: Geschwindigkeit ist derzeit das Image Nummer ein. "Wir müssen aber - vor allem bei den jungen Menschen - die Sicherheit zum Image Nummer eins machen."
- Verbot von Drogen, Alkohol, Medikamenten am Steuer. "Welche Substanzen auch immer, sie haben beim Lenken eines Verkehrsmittels keinen Platz. Hier ist rigoroses Vorgehen der Behörden gefragt."

  • Pädagogisch richtig strafen: Fehlverhalten gehört sofort bestraft: An Ort und Stelle.
  • Abschaffung von "Fallen": "Abkassieren ist der Verkehrssicherheit nicht zuträglich!"

"Ich bin überzeugt, dass uns im Interesse der Verkehrssicherheit und der Menschen, die sich auf unseren Straßen bewegen, vieles gelingen wird", ist der ÖVP-Verkehrssprecher zuversichtlich und freut sich über das ernst gemeinte Angebot der Opposition für eine konstruktive Zusammenarbeit im parlamentarischen Verkehrsausschuss. (Schluss)

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