Weitere Prügelorgie des Rings Freiheitlicher Studenten

ÖH Uni Wien fordert Gehrer und Winckler zu Konsequenzen auf

Wien (OTS) - Bei einer friedlichen Kundgebung von etwa 40 studentischen AktivistInnen gegen eine Veranstaltung des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) im Neuen Institutsgebäude (NIG) kam es gestern Abend neuerdings zu gewaltsamen Ausschreitungen von Seiten des RFS, bei denen zwei GegendemonstrantInnen und zwei Journalisten verletzt wurden. Die Polizei traf nach den ersten Auseinandersetzungen ein und stellte einen der Prügelknaben auf der Flucht. In die Handgreiflichkeiten verwickelt war auch der deutschnationale Burschenschafter und Unirat Friedrich STEFAN.

"Nachdem das Verfahren wegen Körperverletzung am 8. Mai gegen den Linzer Unirat Peter Weiß noch im Gange ist, ist es mir unverständlich, warum die Veranstaltung des Rings Freiheitlicher Studenten genehmigt wurde", ärgert sich Angelina Zenta vom Vorsitzenden-Team der ÖH Uni Wien. "Wir fordern Rektor Winckler auf, keine Veranstaltungen des Rings Freiheitlicher Studenten mehr zu genehmigen. Der Angriff gegen Journalisten ist auch ein Angriff auf die Pressefreiheit. Gewalt - gegen wen auch immer - ist einfach nicht tolerierbar."

Trotz mehrmaliger Aufforderungen zu einer Stellungnahme hüllt sich die Bildungsministerin bezüglich der Vorwürfe gegen den prügelnden Unirat Peter Weiß und den rechtsextremen Unirat Friedrich STEFAN in Schweigen. Beide hat Gehrer mit einem verfassungsrechtlich zweifelhaften Bescheid in die höchsten Organe der Kunstuni Linz und der Uni Wien bestellt. "Für einen deutschnationalen Burschenschafter, der sich von gewaltbereiten Freiheitlichen nicht distanziert, ist im Unirat der Uni Wien wirklich kein Platz. Wenn Gehrer das nicht verstehen will, soll sie gleich zusammen mit Weiß und STEFAN zurücktreten. Als Bildungsministern hat sie die politische Verantwortung dafür zu tragen", so Zenta.

Peter Weiß ist Chef des Karolinger Verlages, bei dem auch bekennende Faschisten wie Armin Mohler publizieren. Friedrich STEFAN gehört der deutschnationalen Burschenschaft Olympia an, die bereits einmal nach dem Wiederbetätigungsgesetz verboten wurde. Der Bundesbruder des Ex-FPÖ-Wissenschaftssprechers Martin Graf spricht Österreich seine Existenz als Kulturnation ab.

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