Prammer: Frauenpolitik ist Rauch-Kallat anscheinend lästig

Wien (SK) "Ihnen sind die frauenpolitische Themen nicht nur unwichtig, sondern sogar lästig", meinte SPÖ-Frauensprecherin Barbara Prammer am Dienstag Richtung Frauenministerin Rauch-Kallat. Damit habe Rauch-Kallat die Chance, die ihr von der Opposition zugesprochen worden ist längst verspielt, erklärte Prammer im Plenum des Nationalrats. Im Gegensatz zu den Regierungsparteien, die Frauen zu Bittstellerinnen und Almosenemfängerinnen machen, fordere die SPÖ Rahmenbedingungen ein, "die es Frauen ermöglichen auf eigenen Beinen zu stehen". "Ihre Politik ist nicht das, was Frauen in diesem Land brauchen", so die SPÖ-Frauensprecherin. ****

Rauch-Kallat sei "den Frauen in Österreich sehr, sehr viel schuldig geblieben", führte Prammer ihre Kritik weiter. So wurden die Mittel für Frauenprojekte im Jahr 2000 im Vergleich zu 1999 um 20 Prozent gekürzt - "bis heute ist das Fördermittelniveau aus dem Jahr 1999 nicht erreicht", monierte Prammer. Darüber hinaus fehle jegliche Maßnahme zur Finanzierung von zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen -"Sie reden zwar von Wahlfreiheit, tun jedoch nichts, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten", stellte Prammer die schwarz-blaue Koalition bloß. Dies sei nicht die Wahlfreiheit, die Frauen anstreben. Prammer abschließend zu Rauch-Kallat: "Sie sind den Namen Frauenministerin, den sie tragen, nicht wert." (Schluss) dp

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