RASINGER: WOLLEN WELTKLASSE-NIVEAU IN DER GESUNDHEITSVERSORGUNG ABSICHERN

Wien, 17. Juni 2003 (ÖVP-PK) Österreich ist mit seinem Gesundheitssystem Weltklasse, und nun geht es um die Absicherung auf diesem hohen Niveau - unabhängig vom Einkommen. Dieses hohe Niveau werde auch von der EU und der WHO bestätigt. Das sagte heute, Dienstag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger bei der Budgetdebatte zum Kapitel "Gesundheit und Frauen" im Nationalrat. ****

Einer heutigen Zeitung sei zu entnehmen, dass in der Schweiz nur ein Drittel der Transplantationen wie in Österreich durchgeführt werde. Vorige Woche habe Innenminister Dr. Ernst Strasser 20 Jahre Notarzthubschrauber, eine Erfolgsstory für die Entwicklung des österreichischen Gesundheitswesens, gefeiert. "Wir haben das weltbeste Notarzthubschraubersystem in Österreich", betonte der Gesundheitssprecher. "Für uns geht es darum, das hohe Niveau bei einem optimalen Kosteneinsatz zu halten."

Rasinger verwies in seiner Rede auf die Hospizbewegung und die Familienhospizkarenz. In Holland gebe es 9.600 Anträge für Sterbehilfe. 3.200 Leben würden dort jährlich beendet. "Das sind genauso viele Menschen, wie es sie im größten Pflegeheim Österreichs, in Lainz, gibt." Österreich sei von einem "Nachzüglerland" im Hospizbereich gemeinsam mit den enormen Bemühungen in der Schmerztherapie zu einem "Vorzugsland in Europa" geworden.

20.000 Österreicher erleiden jährlich einen Schlaganfall. Hinsichtlich der Rehabilitation geschieht heute mehr als in jedem anderen Land der EU. "Dadurch können wir das Pflegerisiko um 50 Prozent reduzieren, was vor allem Menschlichkeit bringt", so der Abgeordnete. Rasinger wies auf den Schwerpunkt "Vorsorge" im Regierungsprogramm und auf das Bundesland Vorarlberg als die "Wiege der Vorsorge, wo 30 Jahre konsequente Vorsorgebemühungen mittlerweile Spitzenergebnisse in Lebensdauer und Lebensqualität bringen".

Das neue "weltweite Megaproblem laute "Übergewicht". In Amerika sterben bereits genauso viele Menschen an dessen Folgen wie an den Folgen des Rauchens. Ein weiteres Problem sei der hohe Nikotin- und Alkoholkonsum. Österreich habe bei Jugendlichen weltweit die höchste Raucherrate und zudem auch eine hohe Alkoholrate bei Jugendlichen. "Hier müssen wir eingreifen, hier hat Prävention einen Sinn, um Krankheiten zu verhindern." Auch Darmkrebs könne man durch eine entsprechende Vorsorge um 90 Prozent verhindern.

"Kein Mensch will sozial Schwache vom Gesundheitswesen ausgliedern", so Rasinger zur Opposition. "Ohne die Selbstbehalte von einer Milliarde Euro, die wir jetzt haben, müssten viele Patienten einen 100prozentigen Selbstbehalt zahlen, weil sonst die Krankenkassen die Leistung nicht anbieten könnten. Für chronisch Kranke und kleine Einkommensbezieher soll es Grenzen geben. "Dies ist für eine christlich-sozial handelnde Partei selbstverständlich", schloss Rasinger.
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