Manfred Asamer neuer Präsident der europäischen Kies- und Steinproduzenten

Ziele: Verbesserung des Zuganges zu den Rohstoffen, Regelung für Bauabfälle und Umsetzung der Wasser-Rahmenrichtlinie

Wien (PWK 384) - Manfred Asamer wurde vor wenigen Tagen in Luzern zum Präsidenten des Europäischen Verbandes der Sand-, Kies- und Schotterproduzenten (UEPG) gewählt. Der Geschäftsführer und Gesellschafter der in Ohlsdorf bei Gmunden ansässigen Asamer-Gruppe führt damit für 2 Jahre einen Wirtschaftsbereich, der für die Gewinnung von 2,6 Milliarden Tonnen mineralischer Rohstoffe steht. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Steinen beträgt damit in den 15 Mitgliedsstaaten der UEPG 7 Tonne pro Jahr (Vergleichswert Österreich 12 Tonnen).

Die Präsidentschaft von ASAMER fällt in eine schwierige Zeit für die Bauwirtschaft. Wie Euroconstruct in seiner letzten Tagung Anfang Juni in Budapest festgestellt hat, gibt es einen Aufschwung der Bautätigkeit in Europa erst wieder im Jahr 2005. Der Output verringerte sich 2002 um 0,2 % auf etwa 980 Milliarden € (Westeuropa einschließlich Tschechien, Slowakei und Ungarn). Im heurigen Jahr wird die Bauwirtschaft in Europa stagnieren (+ 0,2 %). Für 2004 wird mit einem leichten Aufschwung von 0,6 % gerechnet. Von einer Belebung kann erst 2005 mit + 1,8 % gesprochen werden.

Zu den wichtigsten Aufgaben der UEPG in den nächsten 2 Jahren zählt Asamer eine Verbesserung des Zuganges zu den Rohstoffen im Rahmen einer europäischen Raumplanung, eine vernünftige Regelung der Bergbauabfälle, die wirtschaftsfreundliche Umsetzung der Wasser-Rahmenrichtlinie, die Ausrichtung der Betriebe auf das Natura 2000 Konzept und die Umsetzung der harmonisierten europäischen Normen für Gesteinskörnungen.

Unterstützt wird der Präsident von einem neu eingerichteten Generalsekretariat in Brüssel. Dieses steht unter der Leitung des Engländers Antony Fell.

Der wirtschaftliche Hintergrund des neuen UEPG-Präsidenten, die Asamer-Gruppe, hat 2002 einen Umsatz von 301 Millionen Euro mit 2.250 Beschäftigten erzielt. 14 Millionen Tonnen Sand, Kies und Schotter wurden gewonnen. Die verkaufte Menge von Transportbeton belief sich auf 2,3 Millionen Kubikmeter. Der Zementabsatz der Gruppe erreichte 1,8 Millionen Tonnen. (us)

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Dr. Carl Hennrich
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