Dialog der Kulturen - die PreisträgerInnen des kulturellen Bildungsprojektes "Europa macht Schule" wurden ausgezeichnet

Eine Aktion des Bildungsministeriums mit dem Europarat und der EU

Wien (OTS) - Mehr als 4000 Schülerinnen und Schüler reichten im Schuljahr 2002/2003 Arbeiten beim kulturellen Bildungswettbewerb "Europa macht Schule" ein. Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die intensive Auseinandersetzung mit dem Jahresmotto "Dialog der Kulturen". Ob in Farb- und Klangobjekten, Schulkalender und Werbeclips, mittels Europamusical und Aquarellen oder in neuen Spielen für Kinder und Kunsttaschen - die Schulprojekte spiegeln eindrucksvoll die Beschäftigung der jungen Menschen mit dem Thema Globalisierung wieder. Viele der Projekte entstanden in Teamwork mit Partnerschulen aus der EU. Bildungsministerin Gehrer: "Europa wurde nicht nur als ein geografischer Begriff aufgefasst, sondern die Schülerinnen und Schüler haben sich kreativ mit der gesamten politischen und historischen Dimension auseinander gesetzt."

Die Bundesjury unter dem Vorsitz von Frau Mag. Doris Kölbl vom Bildungsministerium lobte die überaus gute Qualität der eingereichten Arbeiten aus allen Bundesländern. Unterschiedlichste Exponate, sowohl in Technik als auch Inhalt, wurden begutachtet und ein Trend zu teamgetragenen Projektarbeiten und zu digitalen Techniken festgestellt. Besonders hervorzuheben ist die hohe Beteiligung von steirischen Kindern und Jugendlichen. 1400 Schülerarbeiten wurden eingereicht. Für Mag. Heidrun Faber, Fachinspektorin für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung in der Steiermark, regte die Themenstellung dazu an "über verschiedene Kulturen, über das Miteinander-Leben und Europa in der Welt nachzudenken, und so zu Weltoffenheit und gegenseitiger Achtung beizutragen." Ingesamt wurden 22 Hauptpreise und ein Sonderpreis Kindergarten, an den Kindergarten Musikschule Fehring, in der Kategorie "Zeichnen - Malen - Medien" vergeben. In der Kategorie "Kunst - Kultur - Kreativität" vergab die Bundesjury neun Hauptpreise und zehn Anerkennungspreise.

Schulprojekte als Grundlage lebendiger Diskussionen

"Gemeinsam mit afghanischen Flüchtlingen wurde ein Lied aufgenommen. Die Rhythmen setzen sich aus selbst gebastelten Nasenflöten und Körperperkussionen zusammen. So wie unsere Sänger werden viele Flüchtlinge `an der Nase herumgeführt`, indem sie von einem Land ins andere abgeschoben werden, sie aber nie wirklich ihre Heimat finden," beschreiben die Jugendlichen der 6A vom BORG Feldbach ihr CD-Projekt "Kabul ist so weit ...". Die Kärntner HTL Ferlach und die Fachschule für Kunsthandwerk erarbeiteten unter dem Titel "The Global Spirit - Education Beyond Borders" eine gemeinsam gravierte Eule. Diese steht als Symbol der globalen Weisheit, des kulturellen Miteinanders und der künstlerischen Gemeinsamkeit. In sechs Felder unterteilt, von je einem Jugendlichen ausgearbeitet und wieder zu einem gemeinsamen Ganzen zusammengefügt, sieht sie trotz dieser individuellen Teilarbeit wie ein einheitliches Gesamtprodukt aus. "Sie symbolisiert die Wichtigkeit der Zusammenarbeit, der Integration und des Dialogs," kommentieren die Jugendlichen.

Das BORG Krems wurde für die Europatasche prämiert. Mit dieser Kunsttasche könne man nun immer "ein Stück Europa mit sich tragen," so die Jugendlichen der 5C. Einen Werbeclip für ein Kabel, genannt THINK-LINK, produzierte das Gymnasium Kurzwiese aus Eisenstadt. Die 16jährigen sagen zu ihrem Video: "Das Kabel überträgt nicht nur Gedanken, sondern die ganze menschliche Wahrnehmung von einem zum anderen".

178 Schülerinnen und Schüler der ÜVS Europaschule Linz zeigten ihren "Garten, der Sinn(e) macht". Leere CD-Hüllen mit Altwährungsmünzen aus allen EU-Mitgliedsländern und Spielzeugteile wurden getrennt nach Farben an dem Grundgerüst befestigt und stellen als Farb- und Klangobjekt die kulturelle Vielfalt Europas dar. Gemeinsam mit Partnerschulen aus Italien, Malta und Portugal wurde von der Hauptschule Eberstalzell ein viersprachiger Kalender "together towards the future" erstellt. Und die Klasse 2A der Hauptschule Stift Zwettl reichte gemeinsam mit der Kunstschule von Jindrichuv Hradec, Tschechien, ein Leporello mit Collagen, Bildern und Texten mit dem Titel "Begreife die Weite ... grenzen-lose Kunst" ein.

Die Bundesjury

Die Bundesjury, die die Leistungen der Schülerinnen und Schüler bewertete, bestand aus der Juryvorsitzenden Frau Mag. Doris Kölbl vom Bildungsministerium und den Fachinspektorinnen und Fachinspektoren für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung, Prof. Mag. Kurt Cervenka (Kärnten, Salzburg), Prof. Mag. Manfred Friedrich (Niederösterreich), Prof. Mag. Hannelore Gesellmann (Burgenland), Prof. Mag. Heidrun Faber (Steiermark), Prof. Mag. Elfriede Köttl (Wien), Prof. Mag. Heinz Kovacic (Wien) und Prof. Mag. Markus Riebe (Oberösterreich).

Über den Wettbewerb

"Europa macht Schule" ist ein europäischer SchülerInnen-Wettbewerb, an dem Jugendliche aus Österreich seit 1959 teilnehmen. Er ist in Österreich eine gemeinsame Aktion des Bildungsministeriums mit dem Europarat und der EU und wird vom ÖKS Österreichischen Kultur-Service durchgeführt. Insgesamt wurden 26 Reisen zu Jugendtreffen in Europa sowie Geld- und Sachpreise im Wert von 5600 Euro vergeben. Eingereicht werden konnten Einzel- und Teamarbeiten aus dem bildnerischen Bereich in der Kategorie "Zeichnen - Malen - Medien" und Team- und Projektarbeiten unter Einbeziehung aller künstlerischer Ausdrucksformen in der Kategorie "Kunst - Kultur - Kreativität". Alle ausgezeichneten Schulen finden sich auf http://www.europa-macht-schule.at

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