Scheuch: Klein- und mittelstrukturierte Landwirtschaft ist "Rückgrat" von Österreich

Bauern dürfen nicht Almosenempfänger in eigener Heimat werden

Wien, 2003-06-17 (fpd) - "Bauern dürfen nicht zum Landschaftspfleger, zum Naturgärtner abgestempelt beziehungsweise zu Almosenempfängern in der eigenen Heimat werden. Bauern sollten nicht zum gesellschaftspolitischen Spielball werden, appellierte der freiheitliche Land- und Forstwirtschaftssprecher Abg. DI Uwe Scheuch im Zuge der heutigen Budgetdebatte. *****

"Ich bin davon überzeugt, dass die Klein- und mittelstrukturierte Landwirtschaft das Rückgrat von Österreich ist", so Scheuch. Es gebe über 200. 000 Betriebe. 90. 000 bewirtschaften weniger als 10 Hektar. Über drei Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche werde bearbeitet. "In den vorgelagerten Bereichen haben wir hunderttausende Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt mit der Landwirtschaft verbunden sind." Daneben gebe es ca. vier Millionen Hektar Waldbesitz in Österreich. "Wir produzieren damit über sieben Mrd. Schilling jährlich", erläuterte Scheuch. Großartiges werde geleistet. Scheuch wies insbesondere auf Familienbetriebe hin, die mit großem Engagement, mit Freude, Fleiß und Verbundenheit zur Heimat, ihre Betriebe bewirtschaften, egal ob das Jahr gut oder schlecht sei. Obereit seien, auch nebenbei zu arbeiten, damit ihre landwirtschaftlichen Betriebe erhalten bleiben.

Für ihn als Bauernvertreter sei das erreichte Budget zufriedenstellend, sagte Scheuch. Sehr oft bekäme man das "Totschlagargument", wonach über 50 Prozent der EU-Mittel in die Landwirtschaft gingen, zu hören. Man müsse allerdings klar differenzieren, zwischen einem EU- und dem nationalen Budget. Es stimme, dass nahezu die Hälfte des EU-Budgets in die Landwirtschaft fließe. "Man muß aber auch dazu sagen, dass sich das EU-Budget hauptsächlich mit Landwirtschaft, Forschung und Verwaltung beschäftigt und alle wichtigen Budgetteile im nationalen Budget enthalten sind." Vom nationalen Budget seien es nicht einmal zwei Prozent, die für diesen Bereich verwendet würden, sagte Scheuch. Das Geld fließe in Berufs-, Aus- und Weiterbildung, Förderung von benachteiligten Gebieten, Umweltmaßnahmen, Schwerpunkte im Bio-Landbau, forstliche Pflegemaßnahmen, Forschung, Qualitätssicherung, Verkehrserschließung von Höfen und Gehöften und vor allem für die Biomasse.

Diese Maßnahmen tragen auch Früchte in Österreich, betonte Scheuch:
"Wir haben ca. 10 Prozent Anteil an Bio-Bauern. Tausende Bäuerinnen und Bauern beteiligen sich Jahr für Jahr an Aus- und Weiterbildung."

Hinsichtlich dem Thema Biomasse sagte Scheuch, diese müsse in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein zentrales Thema in der Landwirtschaft sein. "Im Bereich der Biomasse sollte man, über alle politischen Grenzen hinweg, versuchen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, dass die bäuerlichen Betriebe einsteigen können." (Schluß)

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