Kummerer/Wimmer: Schwarz-blaues Agrarfördermodell ist unsozial und unmoralisch

Wien(SK) "Einige wenige große Betriebe kassieren unglaublich viel und sehr viele kleine Betriebe bekommen sehr wenig", kritisierte SPÖ-Abgeordneter Werner Kummerer am Dienstag im Nationalrat den "ungerechten Einsatz" der Mittel zur Landwirtschaftsförderung durch die Regierung. SPÖ-Abgeordneter Rainer Wimmer stieß in dasselbe Horn - indem er das blau-schwarze Fördermodell als "unmoralisch" und "unsozial" charakterisierte, bei dem nur 20 Prozent der Bauern 80 Prozent der Förderungen einstreifen. "Überrascht" zeigte sich Wimmer über die Tatsache, dass das Agrarbudget um 40 Millionen Euro aufgefettet werde und gleichzeitig bei den Pensionen, der Gesundheit, der Bildung und Forschung massiv gekürzt werde. "Überdenken Sie die Prioritäten und führen Sie endlich Obergrenzen ein", appellierte Kummerer in Richtung der Regierungsbank. ****

Kummerer sprach sich dafür aus, die Entwicklung des ländlichen Raumes "als Ganzes", "als nationale Aufgabe" zu betrachten, da der ländliche Raum mehr brauche als nur die Landwirtschaft. Fakt sei jedoch, dass das Gewerbe, die Infrastruktur und die Klein-und Mittelbetriebe nur von den "tröstenden Worten" der Regierung leben müssten, kritisierte Kummerer.

"Es geht nicht darum, Neid zu schüren, sondern auf die unsoziale Förderung der Bauern hinzuweisen", rechtfertigte Wimmer seine Kritik an den Budgeterhöhungen in der Landwirtschaft. (Schluss) lm

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