AKS präsentiert Umfrage: "Power to the pupils"

Wien (SK) Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte die AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) Dienstag in Wien die Ergebnisse einer bundesweit durchgeführt Umfrage zur Erhebung des Zustandes der Schuldemokratie. 20.417 SchülerInnen aus 104 Schulen in allen Bundesländern beteiligten sich an der Umfrage. Die zehn Fragen wurden von SchülerInnen der höheren Schulen von der neunten bis zur 13.Schulstufe beantwortet. ****

"Für 81 Prozent der SchülerInnen trifft die Aussage: die

Interessen der SchülerInnen werden während des Unterrichts berücksichtigt, nicht bzw. eher nicht zu. Die Frage ob Schwerpunktsetzungen im Lehrplan von den SchülerInnen mitbestimmt werden können, verneinen 82 Prozent", so AKS-Bundesvorsitzender Niki Kowall. 72 Prozent sind laut Kowall der Meinung, dass auf die Meinung der SchülerInnen in Bezug auf die Gestaltung des Schulalltages wenig bis kein Wert gelegt wird, weitere 60 Prozent sagen, dass sie die Art und Weise der Unterrichtsgestaltung nicht mitbestimmen können.

"Grundsätzlich zeigt das Ergebnis der Umfrage sehr deutlich, dass die Schule keine schülerInnenfreundliche Institution ist. Jugendliche werden bevormundet anstatt Mündigkeit zu erlernen", kommentiert der SchülerInnenvertreter die Ergebnisse. Für Kowall sind Angst, Druck, Stress und Entfremdung die Resultate aus dieser strukturellen Unterdrückung. "Es wird allerhöchste Zeit, die starre Schulhierarchie aufzubrechen, sowohl im Sinne einer vernünftigen Pädagogik, als auch im Sinne der Effizienz", so der AKS-Vorsitzende. Der SchülerInennvertreter ist überzeugt, dass mehr Mitbestimmung die Identifikation der SchülerInnen mit der Schule steigern würde und die Lernleistung massiv verbessern könnte.

"Von Seiten der Politik braucht auf Interessen von SchülerInnen kaum eingegangen werden, da diese großteils noch nicht wählen dürfen", so der SchülerInnenvertreter. Laut Kowall teilt sich die Politik in diesem Fall die Verantwortung mit dem Lehrkörper, der in punkto Demokratiereformen konstant resistent sei. "Ohne einen Umdenkprozess bei den Lehrenden und bei deren Ausbildung wird eine Demokratiereform nur sehr schwer möglich sein", so der AKS-Vorsitzende.

Viele Ideen für eine demokratische Schule hat Vizebundesschulsprecherin Kim Kadlec. "Ein Schritt in Richtung Mitbestimmung wäre etwa ein Klassenrat, wo SchülerInnen und der/die jeweilige LehrerIn gemeinsam Schwerpunkte im Lehrplan, die Unterrichtsmethodik oder den Einsatz neuer Medien festlegen", so die BundesschülerInnenvertreterin. Mit diesem Instrumentarium sollen laut Kadlec alle Beteiligten partnerschaftlich vereinbaren, wie der Unterricht gestaltet wird. (Schluss) cs

·Ergebnisse und Fragen der "Power to the Pupils" Umfrage befinden sich auf der Homepage: www.aks.at
·Rückfragehinweis: Niki Kowall (0699) 11 40 81 42 / (01) 523 12 43 31, Kim Kadlec (0699) 12 37 18 17

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