Land Kärnten und Industrie vereinbaren Standortabkommen

Gemeinsames Bekenntnis zu Stärkung des Wirtschafts- und Industriestandortes - Land setzt auf eigene Ausbildungsschiene

Klagenfurt (LPD) - Zwischen der Kärntner Landesregierung und der Industriellenvereinigung Kärnten wurde heute das "Standortabkommen 2003 für Kärnten" im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung unterzeichnet. Wie Landeshauptmann Jörg Haider sagte, sei ein solches Standortabkommen bereits vereinbart und umgesetzt worden, jetzt werden erneut Ziele und Maßnahmen für den Wirtschafts- und Industriestandort Kärnten für die nächsten Jahre festgelegt, um diesen noch attraktiver zu gestalten. Vor allem Infrastruktur und Forschung seien energisch anzugehen bzw. zu verstärken und sehr viele zentrale Projekte wie Koralmbahn, Lippitzbachbrücke oder Lakeside Softwarepark seien auf Schiene.

Haider betonte, dass seitens des Landes geplant sei, an der Universität Klagenfurt eine Stiftungsprofessur für Wirtschafts-, Technologie- und Regionalpolitik einzurichten. Personal und Institute sollen dabei vom Land auf fünf Jahre finanziert werden, danach sollte der Bund die Kosten übernehmen. Die Ausweitung des zukunftsorientierten technischen Bereiches an der Universität Klagenfurt sei ein dringendes Anliegen und gerade im Zusammenhang und in Kooperation mit dem nahe der Universität entstehenden Lakeside Softwarepark sehr wichtig. Diese Professur soll am Institut für Wirtschaftswissenschaften erfolgen und auf den Alpen-Adria-Raum fokussieren, ergänzte Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger und bezifferte die Dotierung mit zwei Millionen Euro.

Der Präsident der Industriellenvereinigung, Otmar Petschnig, der das Abkommen ebenso wie alle Regierungsmitglieder unterzeichnete, sagte, dass Kärnten mit diesem Abkommen Vorreiter unter den Bundesländern sei. Es gehe darum, wichtige Zukunftsangelegenheiten Kärntens außerhalb tagespolitischen Streites zu stellen. Ziel sei es, das Land und den Industriestandort Kärnten gemeinsam weiterzubringen.

Das Abkommen gliedert sich in die Teilbereiche: Infrastruktur, EU-Zukunftsregion, Qualifizierung, Technologie & Innovation, Verwaltungsreform/Privatisierung und Industriestandort. Als wichtige Maßnahmen werden u. a. Verkehrsprojekte wie die Neue Südbahn mit Koralm- und Semmering-Basistunnel, Vollausbau der Autobahnen (zweiröhrige Tunnels auf Süd- und Tauernautobahn) sowie der Ausbau des Klagenfurter Flughafens angeführt. Bundesweit einheitliche Tarife beim LKW-Roadpricing ohne Benachteiligung Kärntens, Info-Netzwerk in der Region, Grenzlandfonds, Ausweitung des Fachhochschul- und Uni-Angebots, mehr Forschung- und Entwicklung, die Schaffung eines Privatisierungsbeirates, koordinierte Standortpolitik, Einbindung der politischen Entscheidungsträger in die Industrie sind weitere Ziele bzw. Maßnahmen, die im Standortabkommen angeführt sind.

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