Trammer: Donaustadt ist nicht der Mistkübel Wiens

Sofortiger STOPP dem Donaustädter Müllwahnsinn!

Wien, 2003-06-17 (fpd) - Schwere gesundheitliche Belastungen für die Donaustädter Bevölkerung sieht die freiheitliche LAbg. Heike Trammer in der geplanten Müllverbrennungsanlage Donaustadt. ****

Studien beweisen, dass die Krebsrate bei Kindern in der Nähe von Müllverbrennungsanlagen doppelt so hoch ist. Verantwortlich dafür sind Schwermetallverbindungen wie Cadmiumoxid, welches ebenso Genschädigungen hervorruft.
"Der Donaustädter Bezirksvorsteher ist aufgefordert, unverzüglich den geplanten Müllwahnsinn zu stoppen", betonte Trammer heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Wiener FP-Umweltsprecherin LAbg. Brigitte Reinberger.

Die freiheitliche Abgeordnete stellte in diesem Zusammenhang die Vermutung auf, dass sich Effenberg mit der MVA ein "Körberlgeld" für Donaustadt verdienen möchte. Denn Mülltourismus aus bella Napoli a la Frohnleiten bringt dem Bezirk sicher einiges an zusätzlichen Einnahmen. Den Grund dafür sieht Trammer in der Tatsache, dass mit einer weiteren MVA in Wien mehr Müll verbrannt werden könnte, als tatsächlich produziert wird.

Utl: Nachteile für Donaustadt durch CO2- Handel?

Große Nachteile für die Donaustädter Bevölkerung ortet die LAbg. Heike Trammer auch in dem ab 1.1.2005 in Kraft tretenden System des CO2-Emissionshandels. Das Prinzip des EU- Emissionshandels sieht vor, dass u.a. auch MVA bestimmte Mengen an Treibhausgasen kostenlos zugeteilt bekommen.
Wenn Emissionen eingespart werden, können die überschüssigen Emissionsberechtigungen an andere Unternehmen verkauft werden. Emittiert ein Unternehmen dagegen mehr CO2, als es Ausscheidungsrechte besitzt, muss es diese von Unternehmen mit überschüssigen Berechtigungen kaufen. "Für eine gut florierende Müllverbrennungsanlage wäre ein Zukauf von CO2- Werten finanziell wohl kein Problem. Für die unmittelbar betroffene Bevölkerung könnten aber durchaus größere Belastungswerte entstehen", warnte Trammer.

UTL: AGENDA 21 in Donaustadt untätig

Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz kritisierte Trammer das hoffnungslose Versagen der im Spätsommer des vergangenen Jahres gegründeten AGENDA 21 - Donaustadt. Die Aufgabe der Agenda 21 wäre es, zu Umwelt- und Entwicklungsfragen Stellung zu nehmen. "In den wichtigen Fragen wie Müllverbrennungsanlage und S1- Umfahrung scheint aber die Agenda mit einem Maulkaub versehen zu sein und ist somit auch absolut handlungsunfähig und die Verschwendung von Steuergeldern vorprogrammiert".

"Ich mag Müll", ist wohl die neue Devise des SPÖ- Bezirkvorstehers Effenberg. "Anders ist es nicht zu erklären, dass in Donaustadt bereits ein Chemiewerk, dessen Abwässer in das öffentliche Kanalnetz fließen, eine Zentrale der MA 48 mitten in Stadlau und die Mülldeponie Rautenweg existieren. Die Verantwortlichen sollen nicht "Müll reden" sondern Müll vermeiden und aus der ehemaligen "Gartenstadt" keine "Müllstadt" machen", so Trammer abschließend. (Schluss) lb

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