Kinder machen "Action" für Verkehrssicherheit

Anstieg bei verunglückten Kindern im Straßenverkehr - KfV begrüßt Aktion "Sicherheit für alle"

Wien (OTS) - Wer sein Kind zum ersten Mal allein in die Schule schickt, macht sich vermutlich Sorgen, ob der Sprössling auch unbeschadet alle Hürden des Straßenverkehrs übersteht. Aber nicht nur für "Taferlklassler" ist der Weg in die Schule mit Gefahren verbunden. Insgesamt verunglückten im vergangenen Jahr 521 Kinder am Schulweg. Dass Bewusstseinsbildung nicht immer nur von Erwachsenen durchgeführt werden muss, zeigt die Aktion "Sicherheit für alle", ein Wettbewerb für Volksschüler der dritten Klassen. Hier konnten die Schüler das Thema Verkehrssicherheit einmal aus Sicht von Kinderaugen behandeln. "Sicherheit für alle" wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und dem ÖAMTC von Renault Österreich bereits zum zweiten Mal veranstaltet und wird heute mit einer Preisverleihung finalisiert.

Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), begrüßt die Aktion ausdrücklich: "Wer, wenn nicht die Betroffenen selbst - die Kinder - sind prädestiniert dafür sich mit den Problemen der Verkehrssicherheit, die in der Gemeinde rund um das Schulumfeld entstehen, auseinanderzusetzen. Dass es den Kindern ganz ausgezeichnet gelungen ist, zeigen die vielfältigen kreativen Ideen, die im Rahmen der Aktion eingereicht wurden."

Anstieg bei verunglückten Kindern im Straßenverkehr

Im Jahr 2002 verunglückten 4.048 Kinder im Straßenverkehr, das bedeutet einen geringfügigen Anstieg im Vergleich zu 2001. Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet, da sie die Umwelt aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen, als Erwachsene. Sie sehen Autos, die sich seitlich nähern erst viel später und sind in der komplexen und hoch technisierten Verkehrswelt auch viel gefährdeter. Vor allem rechtzeitige Verkehrserziehung ist dem KfV ein Anliegen. Thann: "Neben baulichen und verkehrsregulierenden Maßnahmen sind auch die Eltern gefordert ihre Vorbildwirkung zu nutzen und Kinder rechtzeitig auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen." Das KfV bietet für diesen Zweck eine Broschüre mit dem Titel "Mein Schulweg" mit wertvollen Tipps für Eltern und Kinder, die unter 01/717 70-178 zu bestellen ist.

Geschwindigkeit zügeln! Im Ortsgebiet besonders viele Kinder unterwegs

Für motorisierte Verkehrsteilnehmer gilt generell:
Geschwindigkeitsbegrenzungen sind dazu da um eingehalten zu werden! Vor allem in Bereichen wo vermehrt Kinder unterwegs sind - vor Schulen, Kindergärten, Spielplätzen etc. - heißt es Fuß vom Gas! Laut KfV-Messungen halten sich mehr als die Hälfte (55%) der Kfz-Lenker nicht an 50 km/h. In Tempo-30-Zonen sind sogar 79 Prozent schneller unterwegs als erlaubt.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161
http://www.kfv.at

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