Klestil und Leitl treffen Algeriens Staatspräsident Bouteflika in der WKÖ

Leitl: Algeriens Wirtschaft öffnet sich - Langfristig enormes Exportpotenzial für Österreichs Unternehmen in Afrika

Wien (PWK381) - Algerien ist nach dem Sudan das zweitgrößte Land Afrikas und befindet sich in einem Transformationsprozess von der Plan- zur Marktwirtschaft. 2002 unterzeichnete Algerien das Assoziationsabkommen mit der EU, die Zahl der algerischen Privatbetriebe nahm in den letzten Jahren auf über 160.000 zu. "Algeriens Wirtschaft öffnet sich und der rasche Anstieg bei den Privatunternehmen erhöht auch die Exportchancen österreichischer Unternehmen", erklärt WKÖ-Präsident Christoph Leitl zum heutigen algerisch-österreichischen Wirtschaftsforum mit Bundespräsident Thomas Klestil und Algeriens Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika in der Wirtschaftskammer Österreich.

"Das gesamte Außenhandelsvolumen Österreichs mit Afrika beträgt nur 1 %. Diese Potenzial heißt es besser zu nutzen, und der heutige Kontakt auf höchster Ebene soll dazu ein erster Schritt sein", betont Leitl. Ein Doppelbesteuerungs- und Investitionsschutzabkommen zwischen Österreich und Algerien sei bereits paraphiert und werde voraussichtlich im Zuge der aktuellen Staatsvisite zur Unterzeichnung kommen.

Die österreichischen Exporte nach Algerien erzielten nach einem Tiefstand von 24 Mio Euro im Jahr 1996 - der Zeit der schlimmsten Terrorakte - 2002 69,7 Mio Euro. Die traditionsgemäß wichtigsten Produkte sind Maschinen und technische Ausrüstungen aller Art inklusive Kraftfahrzeuge, gefolgt von pharmazeutischen Produkten sowie Papier und Karton. Weitere bedeutende Exportwarengruppen sind Holz, Reifen, Feuerfestmaterialien, Chemikalien und Aluminiumerzeugnisse. Starke Zuwächse verzeichneten insbesondere die Lieferungen von Feuerfestmaterialien und Aluminiumerzeugnissen.

Starke Schwankungen treffen auch auf die österreichischen Importe aus Algerien zu, die 2002 30,1 Mio Euro (-75,6 %) ausmachten. Diese bestehen fast zur Gänze aus Erdölerzeugnissen, die sich je nach Weltmarktpreisen und dem Vertragsvolumen verändern. 2002 ergab sich ein österreichischer Handelsbilanzüberschuss von 39,6 Mio Euro.

"Die Wirtschaftskammer Österreich hat die Unterstützung für österreichische
Firmen zur Bearbeitung des algerischen Marktes verstärkt", berichtet Leitl. Die österreichische Außenhandelsstelle Algier ist im Oktober 2001 wiedereröffnet worden, nachdem diese wegen der Sicherheitslage im Jahre 1999 geschlossen und darauf hin von der Außenhandelsstelle Tunis mitbetreut wurde. Die zahlreichen Aktivitäten der Außenhandelsstelle in verschiedenen Wirtschaftssektoren führten zu einer erhöhten österreichischen Wirtschaftspräsenz in Algerien. An der Internationalen Messe Algier im Juni 2002 nahmen 9 österreichische Firmen und die Außenhandelsstelle in Form eines Informationsstandes teil. Im Oktober 2002 wurde eine Wirtschaftsmission von 15 österreichischen Firmen nach Tunis, Algier und Casablanca geführt. (Ne)

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