Flemming begrüßt Verbot der Altersdiskriminierung in EU- Verfassungsentwurf

Scharfe Verurteilung der Aussagen Prof. Joachim Wiemeyers

Brüssel/Wien, 17. Juni 2003 (ÖVP-PK) "Wir haben das Verbot der Altersdiskriminierung auf europäischer Ebene im Verfassungsentwurf für Europa durchgesetzt. Das ist ein großer Erfolg für jene Nichtregierungsorganisationen wie auch die christdemokratische Europäische Seniorenunion, die für eine Aufnahme einer solchen Bestimmung gekämpft haben", sagte heute, Dienstag, die österreichische Europaabgeordnete Dr. Marilies Flemming als Vorstandsmitglied der Seniorenunion der EVP. Jetzt gehe es darum, auch die einzelnen Mitgliedstaaten zur Umsetzung dieser Bestimmung zu bewegen. "Erfreulicherweise sieht das Regierungsprogramm der österreichischen Bundesregierung eine solche Bestimmung bereits vor. An deren Umsetzung will ich als Bundesobmann-Stellvertreterin der österreichischen Seniorenunion sehr gerne mitarbeiten", so Flemming. ****

Flemming wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass das Arbeitsverbot für Menschen aufgrund des Alters, wie es in Österreich in mehreren Gesetzen verankert sei, eine solche Diskriminierung darstelle. "Vor allem muss man sich aber mit aller Macht gegen die erschütternde Diskussion wehren, die von einigen Universitätsprofessoren in Deutschland vor kurzem begonnen wurde", forderte Flemming.

Insbesondere die öffentliche Aussage jenes Universitätsprofessors Joachim Wiemeyer, wonach kostenintensive, lebensverlängernde medizinische Leistungen für Menschen über 75 Jahren nicht mehr bereitgestellt werden sollen, errege ihr Entsetzen und ihre Abscheu. "Diesen inhumanen Ideen muss gerade von christlichen Organisationen auf das Schärfste entgegengetreten werden", so Flemming. "Ich bin froh darüber, dass die deutsche Bischofskonferenz umgehend Konsequenzen gezogen hat und Prof. Wiemeyer sein Amt als Berater niedergelegt hat."

"Es ist erschütternd, dass es immer wieder in Europa ein Aufflackern solch inhumaner und aggressiver Weltanschauungen gibt. Diese Menschen haben nicht begriffen, dass eine der wichtigsten Wertvorstellungen unserer Gesellschaft darin besteht, dass jedes Leben gleich viel wert ist", betonte Flemming abschließend.

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