Woche des Waldes "Wald und Wasser zwei starke Partner"

Baum des Jahres 2003: der Wasserbaum - die Weide

Wien (OTS) - Die diesjährige Woche des Waldes vom 16. bis 22. Juni 2003 steht unter dem Motto "Wasser und Wald", zwei starke Partner. Damit soll speziell im internationalen Jahr des Wassers die besondere Bedeutung eines gesunden und intakten Waldes für unseren Wasserschatz herausgestrichen werden.

Die Weide als Baum des Jahres - vom Kuratorium Wald gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gekürt - ist wie kein anderer mit der wertvollen Lebensressource Wasser verbunden. Denn die meisten heimischen Weiden-Arten kommen als Begleiter der Fluss- und Bachläufe vor. Die Silberweide (Salix alba) zum Beispiel ist eine der wichtigsten Arten im Überschwemmungsbereich großer Flüsse und hat für das Ökosystem im Auenwald einen genauso hohen Stellenwert wie das Wasser.

Weiden sind Bäume des Wassers

Die meisten heimischen Arten kommen als Begleiter der Fluß- und Bachläufe vor. So ist die Silberweide (Salix alba) zum Beispiel eine der wichtigsten Arten im Überschwemmungsbereich großer Flüsse. Im Auwald finden weiters Lavendelweide, Purpurweide und Aschweide ihren Platz. In Mooren kommen Ohrweide und Lorbeerweide vor, um nur einige wenige Arten aufzuzählen.

"Die Weiden mit ihrer großen Arten- und Formenvielfalt sind für mich Symbol einer neuen Ära im Umgang mit unseren Fließgewässern. Denn gerade die Weide hat durch die restriktiven Verbauungsmaßnahmen und den Auwaldrodungen der letzten Jahrzehnte viel an ihrer ursprünglichen Verbreitung verloren. Umso mehr müssen wir darauf Bedacht nehmen, dass dieser Trend endlich gestoppt wird, so Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Kuratorium Wald.

In das gleiche Horn stößt BM Dipl. Ing. Josef Pröll: "Die Weide als Baum des Jahres ist auch für mich Symbol für den notwendigen Paradigmenwechsel im Flussbau, hin zu einer naturverträglichen Bauweise und zu einem intelligenteren Umgang mit der Lebensressource Wasser. Geben wir den Flüssen wieder mehr Platz, so profitiert neben vielen anderen gefährdeten Auenarten auch die Weide sehr wesentlich davon."

Ökologische Vielfalt par excellence

Die Familie der Weide - im Lateinischen Salix - umfasst über 400 verschiedene Arten und ist mit rund drei Dutzend davon eine der vielfältigsten Gehölzgattungen Mitteleuropas. Zu den bekanntesten in unseren Breiten zählen die Silber-, Trauer-, und Salweide. Die ökologische Bedeutung dieser Bäume ist enorm, das Wissen darüber jedoch vielfach noch gering - auch das ist mit ein Grund, die Weide heuer in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken.

Die Weide ist eine raschwüchsige Baumart. Sie treibt rasch aus, entwickelt schnell ein dichtes Wurzelwerk, mit dem sie den Boden stabilisiert und lässt sich zusätzlich sehr gut aus Stecklingen vermehren. Diese Vorzüge machen sie z. B. bei der Wildbachverbauung, dem Fluss- sowie Straßenbau und bei der Sicherung von Böschungen zu einem wertvollen "Partner" auch für die Menschen. Bekommt die Weide genügend Licht und Wasser, gedeiht sie auf sandigen, kiesigen und steinigen Böden entlang der Wildbäche im Hochgebirge - wie die Purpur-, Grau- und Reifweide - ebenso wie auf den frischen, feuchten, periodisch überschwemmten, tiefgründigen, nährstoffreichen Auenböden an den Ufern der großen Gewässer im Tiefland.

Die einmalige Arten- und Formenvielfalt dieses Holzgewächses zeichnet diesen Baum in besonderer Art und Weise aus. Das Vorkommen der Weide erstreckt sich von der Meeresküste bis in hochalpine Lagen und kommt als mächtiger Baum des Auwaldes genauso wie als Strauch bis hin zum Zwergstrauch an der Waldgrenze zu Hochgebirgen vor.

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