GRILLITSCH: BRAUCHEN AGRARPOLITIK MIT BISS

Ein Apfel für alle Abgeordneten als Gruß der österreichischen Landwirtschaft

Wien, 17. Juni 2003 (ÖVP-PK) Als Gruß der österreichischen Landwirtschaft wurde heute, Dienstag, vom Bauernbund an alle Abgeordneten im Plenum ein Apfel überreicht, "um darauf hinzuweisen, dass wir in Österreich mit unseren bäuerlichen Strukturen sichere Lebensmittel produzieren und die Anforderungen der Konsumentinnen und Konsumenten erfüllen. Wir geben ihnen die Gewissheit darüber, wer, wie und wo produziert; damit ist letztlich auch für die Konsumenten die Nachvollziehbarkeit gegeben." Das sagte heute, Dienstag, ÖVP-Klubobmannstellvertreter Abg. Fritz Grillitsch, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, bei der Budgetdebatte zum Kapitel Land- und Forstwirtschaft sowie Umwelt und Wasserwirtschaft im Plenum des Nationalrats . ****

"Damit wir dies auch in Zukunft gewährleisten können, brauchen wir stabile Rahmenbedingungen und eine Agrarpolitik mit Biss", so Grillitsch. Für die nächsten zwei Jahre gebe es ein stabiles Fundament, um die Betriebe auf die Herausforderungen vorzubereiten, in die Zukunft zu investieren und durch gezielte Investitionsförderungen die Innovation und den unternehmerischen Geist in den landwirtschaftlichen Betrieben zu stärken.

Von mancher Seite werde versucht, Neidkomplexe zu schüren und zu polarisieren. "Nehmen wir die Anforderungen an die Bauern ernst", appellierte Grillitsch an die Abgeordneten, die stabile Agrarpolitik, die im Parlament gestaltet werde, anzuerkennen.

ÖSTERRREICHS AGRARPOLITIK IM EU-VERGLEICH VORBILDHAFT

Österreich sei bei der Agrarpolitik im Vergleich zu anderen EU-Staaten vorbildhaft unterwegs, beispielsweise beim Verhältnis Direktzahlungen und ländliche Entwicklung. "Wir verwenden heute bereits 60 Prozent der Mittel für ländliche Entwicklung, beispielsweise für das Umweltprogramm, und nur mehr 40 Prozent für die Direktzahlungen. In der EU liege dieses Verhältnis durchschnittlich bei 90 Prozent Direktzahlungen und zehn Prozent für ländliche Entwicklung. Die Bauern würden daher die Anforderungen der Gesellschaft durchaus erfüllen und dies sei auch anzuerkennen - "wir haben eine gute Agrarpolitik."

Österreich weise den höchsten Anteil an jungen Betriebsinhabern auf. Auch die Frauen machen mit 30 Prozent einen hohen Anteil bei den alleinigen Betriebsinhabern aus. "Wir sind Spitzenreiter im ökologischen Landbau und Europameister, was das Umweltprogrmm betrifft. 70 Prozent der Bauern mit 90 Prozent der Fläche nehmen freiwillig an diesem Umweltprogramm teil", so der ÖVP-Abgeordnete.

Angesichts neuer Herausforderungen wie beispielsweise die WTO-Verhandlungen, brauche Österreich stabile Rahmenbedingungen, um die Betriebe zu professionalisieren und zur Umsetzung von europaweiten Zulassungen von Betriebsmitteln." Notwendig seien auch entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote, EDV-Ausstattungen und Verwaltungsvereinfachungen. "Die Bauern brauchen neue Märkte, um als umfassende Unternehmen tätig zu sein. Wir müssen auch neue Einkommensquellen erschöpfen", so der Bauernbundpräsident weiter.

WOLLEN VORSTELLUNGEN DER KONSUMENTEN ERFÜLLEN
"Die Konsumentinnen und Konsumenten haben klare Vorstellungen, was die Bauern in Österreich zu leisten haben. Wir wollen diese Vorstellungen auch erfüllen. Die Konsumentinnen und der Konsument sind die Partner der Bauern." Zwei Bedingungen gebe es aber zu erfüllen: dass Lebensmittel nicht ständig als Lockartikel verwendet würden und die Bauern langfristig kalkulierbare Rahmenbedingungen vorfinden, schloss Grillitsch.
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