Dworak: Viele Schulen in Niederösterreich stehen vor Schließung - VP-NÖ lässt Gemeinden, Schulen, Eltern und Kinder im Stich

Sozialdemokratische Initiative zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen in Niederösterreich durch VP-Mehrheit abgelehnt

St. Pölten, (SPI) - Bis zu 30 Schülerinnen und Schüler können nach derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen in einer Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Für SchülerInnen wie Lehrerschaft ist das gleichbedeutet mit einer massiven Belastung, sinkender Unterrichtsqualität und wenig Zeit für zusätzliche Betreuungsangebote. Aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben des Unterrichtsministeriums, aber selbstverständlich auf aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge, die jetzt ihre Schulzeit antreten, stehen zudem nicht wenig Schulstandorte vor dem Zusperren. "Für Schüler, Eltern und Lehrerschaft unerträglich. Mit einer Senkung der Klassenschülerzahl auf 25, wie von der SPÖ in einem Antrag während der Budgetdebatte des NÖ Landtags verlangt, könnte nicht nur die Unterrichtsqualität in vielen Klassen verbessert werden, auch vielen Schulstandorten bliebe das endgültige ‚Aus' erspart", sieht Dworak in der SP-Forderung einen wichtigen Schritt zur richtigen Zeit.****

Der sozialdemokratische Antrag wurde allerdings gegen die Stimmen aller anderen Landtagsparteien von der ÖVP-Mehrheit im NÖ Landtag niedergestimmt! "Auch ein gutes Bildungssystem wie das österreichische muss ständig verbessert und an neue Anforderungen angeglichen werden. Warum halten wir seit Jahren an 30 SchülerInnen pro Klasse fest. Zusätzlich kommt jetzt auch noch der Rückschritt ins pädagogische Mittelalter. Künftighin muss an einer Schule, wen 1. und 2. bzw. 3. und 4 Klasse nicht mehr als 28 SchülerInnen haben, ein sogenannter ‚Abteilungsunterricht' geführt werden. 1. und 2. Klasse in einem Raum - das kennen wir noch aus Peter Roseggers Romanen", zeigt sich Dworak erschüttert über die bildungspolitische Ignoranz der ÖVP-Niederösterreich.

"Niederösterreich wird also eine große Anzahl seiner Schulen schließen - einige jetzt, viele weitere in wenigen Jahren, wenn an diesen Schulen der Abteilungsunterricht ausläuft. Viele SchülerInnen werden weite Anfahrtswege zu ihrer neuen Schule in Kauf nehmen müssen und für viele Eltern steigen die Belastungen. "Mir sind die Worte eines NÖ Landesschulratspräsidenten Dr. Erwin Pröll im Ohr, der vor den vergangenen Landtagswahlen versprochen hat, dass in Niederösterreich keine einzige Schule geschlossen werde. Von diesem Versprechen hat er sich nun offenbar verabschiedet. 30 Kinder in überfüllten Klassen zusammenzupferchen und leere Schulgebäude in vielen Gemeinden Niederösterreichs - das ist wahrlich kein Aushängeschild für die immer wieder in den Mund genommene ‚Top-Ten-Region'", so Dworak abschließend.
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