WIRTSCHAFTSBUND ZEICHNET BESTE SCHULPROJEKTE AUS

Generalsekretär Kopf für stärkere Zusammenarbeit Wirtschaft -Schule

Wien, 16. Juni 2003 (ÖWB) Der Österreichische Wirtschaftsbund und die Schülerunion zeichneten heute, Montag, die fünf besten Schulprojekte im Rahmen eines von Generalsekretär Karlheinz Kopf initiierten Best-Practice-Wettbewerbes aus. Prämiert - mit jeweils 1376 Euro - wurden fünf Schüler-Projekte aus Niederösterreich, dem Burgenland und Wien. In Kooperation mit der Österreichischen Schülerunion unterstützt der Wirtschaftsbund seit nunmehr drei Jahren Initiativen von Schülern und Wirtschaftstreibenden, um mehr wirtschaftliches Denken und Verständnis im heimischen Bildungssystem zu verankern. ****

"Man muss in den österreichischen Schulen verstärkt die Neugier und Kreativität der Schüler anregen, ihnen zeigen, wie sie ihr Wissen praktisch anwenden können. Denn nichts ist für viele Berufsanfänger frustrierender als das Gefühl, mit dem jahrelang angeeigneten Wissen in der Praxis nichts anfangen zu können", so Generalsekretär Kopf. Aus den zahlreichen Einsendungen wählte die Jury (bestehend aus Vertretern der Schülerunion, des Wirtschaftsbundes und unabhängigen Experten) fünf Kooperationsprojekte, die das Synergiepotenzial zwischen Schule und Wirtschaft optimal ausnützen:

Projekt: "Neukundengewinnung Musikstube", Team Nikole Halwachs, BHAK, Wien 11 in Kooperation mit der "Musikstube"
Mit insgesamt 27.000 Neugründungen wurde letztes Jahr in Österreich zwar ein Rekord an Unternehmensgründungen aufgestellt, dennoch ist der Anteil der Unternehmer in der Bevölkerung hierzulande noch vergleichsweise gering. (laut OECD -Statistik 1999: Österreich 7,8 %, Deutschland 9,4 %, Schweden 9,0 %, Niederlande 9,7 %). Die Tätigkeiten des Projektteams auf dem Gebiet der Marktforschung zeigen einerseits, dass sich auch junge Menschen mit relativ komplexen Themen wie etwa Neukundengewinnung, Verstärkung der Kundenbindung bzw. Standortanalyse auseinander setzen können und machen andererseits den Schülern Appetit auf "mehr Wirtschaft"

Projekt: "Schneide-und Magaziniereinrichtungen", Team Michael Schlögel, HTL St. Pölten in Kooperation mit Profil and Pipe, Kunststofftechnik Holzinger
Eine engere Kooperation zwischen Wirtschaft und Praxis als bei diesem Projekt kann man sich kaum vorstellen. Das Projektteam muss nicht "nur" eine Idee in die Tat umsetzen, einer Nachfrage der Wirtschaft nachkommen, sondern darüber hinaus auch noch höchst präzise und professionell arbeiten. Die Maschine, die das Team zur Änderung von Zigarren-Mundstücken entwickeln muss, muss hohen Gesundheitsstandards entsprechen, damit sichergestellt sein kann, dass keine Späne von Zelluloseröhrchen in die Lunge gelangen können. Projekt: "Food-Technology & Design, Team Sabine Wagner-Fassmann, Theresianum Eisenstadt in Kooperation mit der Firma Sandhofer
99 % aller österreichischen Betriebe sind Klein- und Mittelbetriebe. Einer dieser Betriebe, die Firma von Fleischermeister Sandhofer, konnte durch die Arbeit der Schüler eine eigene, besonders gesunde Wurst für ernährungsbewusste Jugendliche und Erwachse der Produktion zuführen. Es ist auch hervorzuheben, dass diese neue Wurst in einem renommierten Wurstkreationen-Wettbewerb von 600 Teilnehmern die Goldmedaille erringen konnte. Die jugendlichen Mitarbeiter dieses Projektes haben darüber hinaus neue Erfahrungen im Bereich der Marktforschung bzw. im Zusammenhang mit dem Marketing von Produktes gemacht.

Projekt: "Bike and Ride Bahnhof Mödling", Team Andreas Schiffner, HTL Mödling, in Kooperation mit den Österreichischen Bundesbahnen Die Einreichbedingungen zum Best-Practice-Wettbewerb wurden von uns bewusst sehr offen gehalten. Es konnten deshalb auch Projekte eingereicht werden, die in Kooperation mit öffentlichen Institutionen bearbeitet wurden, oder wie bei diesem Projekt gemeinsam mit der ÖBB bzw. der Stadtgemeinde Mödling. Mit Hilfe der von der HTL eingebrachten Vorschläge zur Errichtung von neuen Fahrradabstellanlagen kann schon sehr bald die Neugestaltung des Bahnhofes in Angriff genommen werden.

Projekt: "Draht zum Apfel", Team Silke Pelzmann, HBLA für Produktmanagement und Präsentation, Oberwart in Kooperation mit dem Wellnesshotel Lagler
Das Projekt zeigt, dass österreichische Qualitätsprodukte wie z. B. südburgenländische Äpfel mit dem entsprechenden Marketing in ihrer urspünglichen Form bzw. als Weiterverarbeitung zum Schnaps sehr erfolgreich verkauft werden können. Besonders erfreulich ist, dass bei diesem Projekt dem Apfel auch als Kunstobjekt Bedeutung beigemessen wurde.

HINWEIS: Nähere Informationen und digitale Fotos erhalten sie bei Eric Savoye - e-mail: e.savoye@wirtschaftsbund.at.

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