Leitl und EU-Kommissar Liikanen wollen Unternehmergeist in Europa stärken

Leitl: "Klein- und Mittelbetriebe sind Rückgrat der Wirtschaft in Europa" - Ansatz der EU-Kommission zur Stärkung des Unternehmergeistes begrüßt

Wien (PWK380) - "In Europa wird viel über den Unternehmergeist gesprochen. Wir in Österreich wollen ihn wecken und fördern". Dieses Credo legte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und von Eurochambres, heute, Montag, bei einer Veranstaltung zum Thema "Entrepreneurship in Europe" ("Unternehmertum in Europa") ab. Anlass war der Besuch von EU-Kommissar Erkki Liikanen und von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein im Haus der Wirtschaft in Wien. Diskussionsgrundlage zu Liikkanens dabei gehaltenem Vortrag ist das von der Europäischen Kommission veröffentlichte Grünbuch "Entrepreneurship in Europe". Jetzt sind die einzelnen EU-Mitgliedsländer zur Stellungnahme auf Basis des EU-Papiers aufgerufen. Christian Mandl, Leiter der Stabsabteilung EU-Koordination, übergab Liikanen die Forderungen der WKÖ an die EU zur Stärkung des Unternehmergeistes.

Für "Unternehmergeist in Europa" wurde ein Vergleich in Bezug auf berufliche Selbständigkeit, Firmenneugründungen und Unternehmergeist zwischen den USA und Europa erhoben. Was Europa demnach braucht, sind der Mut, Risiken auf sich zu nehmen, die Bereitschaft, neue Chancen und Nischen zu entdecken und diese für sich zu nützen. Kurz: Europa braucht Unternehmergeist und Unternehmen. "Die Hälfte der Europäer möchte lieber für sich selbst als für jemand anderen arbeiten", weiß Liikanen, der in der Europäischen Kommission für den Themenkreis Klein- und Mittelbetriebe zuständige Kommissar. Unternehmergeist verbessert nicht nur Produktivität, Effizienz und Innovation, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Unternehmergeist erschließt auch das persönliche Potenzial des Einzelnen und bringt sich auch in die soziale Verantwortung der Unternehmen gegenüber der Gesellschaft ein. Und immerhin schafft jedes neu gegründete Unternehmen im Durchschnitt ein bis zwei Arbeitsplätze. Präsident Leitl begrüßt daher den Ansatz der EU-Kommission, eine neue bzw. verstärkte Diskussion darüber in Gang zu bringen, welchen Herausforderungen sich die Unternehmer in Europa und speziell die KMUs stellen müssen und wie man ihnen bei der Bewältigung der Herausforderungen helfen kann. Zugleich betont er die große Bedeutung von Klein- und Mittelbetrieben: "Sie sind das Rückgrat der Wirtschaft in Europa."

Minister Bartenstein unterstreicht diese Aussage mit dem Hinweis auf die Leistungen, die KMUs in Österreich in der Lehrlingsausbildung und durch eine überproportionale Steuerleistung erbringen. Der Wirtschaftsminister würdigt auch die Rolle der Wirtschaftskammer in Österreich im Zusammenhang mit den durchgeführten Vereinfachungen bei Unternehmensneugründungen. Und er kündigt eine neue Regelung an, die Unternehmern, die bereits einmal Schiffbruch erlitten haben, eine zweite Chance gibt.

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist laut Liikanen auch die Nachfolgeregelung für KMUs: In der gesamten EU stünde in den kommenden Jahren in rund einem Drittel der Unternehmen die Firmenübergabe an. In Österreich gilt es in den nächsten 10 Jahren etwa 400.000 Arbeitsplätze durch erfolgreiche Unternehmensübertragungen zu erhalten. Auch zu diesem Thema steht die Wirtschaftskammer heimischen Unternehmen natürlich mit Rat und Tat zur Seite. (JR)

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