Kräuter: "Industriellenvereinigung bezahlte auch Professoreninserat"

Konzeption des Inserats erfolgte im Kabinett Grasser

Wien (SK) SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter berichtet unter Berufung auf eine Quelle aus dem Kreis der Professoren von einer neuerlichen, skandalösen Facette betreffend die Inseratenpropaganda der Bundesregierung.
Kräuter Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ: "Die Beweihräucherung der Pensionsreform durch hochrangige Hochschullehrer in Tageszeitungen wurde wie die Privathomepage Grassers von der Industriellenvereinigung finanziert. Das inhaltliche Konzept dazu hat der Kabinettsmitarbeiter Dr. Christl aus dem Büro Grasser entworfen. Der Finanzminister wird in den nächsten Parlamentstagen dazu eine ganze Reihe von mehr als äußerst peinlichen Fragen zu beantworten haben!" ****

Für Kräuter hat sich die Dimension des Propaganda- und Werbungsskandals um den Finanzminister erheblich ausgeweitet. Kräuter: "Die angebliche weiße Weste Grassers dürfte sehr, sehr schmutzig sein. Entgegen aller Ausflüchte im Parlament und in der ZIB II in der vergangenen Woche und trotz aller Lockerungsübungen am Wochenende am Golfplatz scheint nun festzustehen, dass die Industriellenvereinigung nicht nur wie von Grasser bereits zugegeben dessen Privathomepage bezahlt hat, sondern auch als Finanzier der Professoreninserate aufgetreten ist."

Abschließend fordert der SPÖ-Rechnungshofsprecher eine Stellungnahme der Industriellenvereinigung: "Möglich wäre, dass einige der verantwortlichen Mitglieder von diesen Vorgängen gar nichts wissen oder mit dieser Propagandafinanzierung der Regierung gar nicht einverstanden sind". (Schluss) wf

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0005