Schwarzböck: Waldbauern leisten wesentlichen Beitrag zu einwandfreier Wasserqualität

Woche des Waldes 2003 unter dem Motto "Wald und Wasser - zwei starke Partner"

Wien (AIZ) - "Die Stabilität und Gesundheit unserer Wälder ist stark von ausreichenden Niederschlägen abhängig, und umgekehrt haben die Waldbestände und der Waldboden wiederum Einfluss auf die Qualität des Grundwassers und der Oberflächengewässer. Zusätzlich hat der Wald eine überaus große Bedeutung als Filter für Schadstoffe aus der Luft. Diese lebenswichtigen Aufgaben und Wirkungen des Waldes auf die Wasserqualität und den gesamten Wasserhaushalt werden durch die verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Waldbauern auch in der Zukunft gesichert. Die im internationalen Vergleich hervorragende Wasserqualität in Österreich beweist die seit Generationen gelebte nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder durch die Familienforstwirtschaft", erklärte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, anlässlich der Woche des Waldes, die heuer vom 16. bis 22.06 unter dem Motto "Wald und Wasser - zwei starke Partner" steht.

Umfassender Wasserschutz durch Forstwirtschaft

Österreichs Waldbauern hätten ein besonderes Interesse an einem intakten Waldökosystem, denn kaum eine andere Berufsgruppe sei von den natürlichen Lebensgrundlagen in so starkem Maße abhängig, so Schwarzböck. "Die Land- und Forstwirtschaft nimmt ihre Verantwortung beim flächendeckenden Schutz der Wasserressourcen wahr. Die Waldbewirtschaftung erfolgt unter dem Gesichtspunkt der Multifunktionalität. Das heißt, dass bei der Bewirtschaftung und Nutzung des Holzes auf der gesamten Fläche so sorgfältig vorgegangen wird, dass alle anderen Funktionen - und dazu zählt auch der Wasserschutz - vom Wald erfüllt werden können", unterstrich der Präsident.

Die nachhaltige Waldbewirtschaftung durch Österreichs Familienforstwirtschaft erfolge nach modernsten Standards. "Die Walderhaltung und der Schutz des Waldbodens haben oberste Priorität. So werden beispielsweise bei Motorsägen ausschließlich biologisch abbaubare Schmieröle verwendet, ein flächiges Befahren des Waldbodens wird vermieden. Für die über den bloßen Nutzungsgedanken hinausgehende, alle Funktionen des Waldes berücksichtigende Waldbewirtschaftung konnten die österreichischen Waldflächen gemäß den strengen Kriterien nach PEFC (Pan Europäische Waldzertifizierung) mit einem Zertifikat ausgezeichnet werden", erläuterte Schwarzböck.

Flächendeckender Gewässerschutz nun auch EU-weit

Basis für einen einheitlichen europäischen Gewässerschutz mit ökologisch intakten Gewässern bilde die EU-Wasserrahmenrichtlinie. "Mit der Wasserrahmenrichtlinie wird EU-weit erstmals der flächendeckende Gewässerschutz eingeführt. In Österreich haben wir diesen Ansatz schon seit Jahrzehnten im bestehenden Wasserrechtsgesetz und er wird von den Bewirtschaftern des ländlichen Raumes seit langem gelebt", stellte der Präsident fest. Generell sei die Qualität der heimischen Wasservorräte wesentlich besser als in vergleichbaren Regionen anderer Länder. Bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie seien daher bestehende Strukturen zu nützen und darüber hinaus wäre die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern auf Grund der vielen Überschneidungen bei Teileinzugsgebieten erforderlich, "zumal Flüsse keine Landesgrenzen kennen", erläuterte Schwarzböck.

Bezüglich des Gewässerschutzes im ländlichen Raum habe sich die bäuerliche Interessenvertretung unter anderem für die Optimierung der Abwasserentsorgungssysteme und für die Forcierung dezentraler Lösungen ausgesprochen.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001