Schon wenige Sekunden Ablenkung am Steuer können Unfälle verursachen!

Die wichtigste Regel im Straßenverkehr ist die Konzentration! Ablenkung sollte so gut wie möglich vermieden werden.

Wien (OTS) - Ganz besonders im Stadtverkehr besteht durch regelmäßige Fahrtunterbrechungen - Staus, rote Ampeln - die Gefahr, anderen Dingen mehr Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Besonders hohe Gefahrenquellen stellen Handys und Autoradios dar.

Nicht erst einmal wurde ein Verkehrsunfall aufgrund Ablenkung durch das Handy verursacht. Eine ankommende SMS-Nachricht oder ein eingehender Anruf und der darauffolgende Blick auf das Display - man muss ja wissen wer anruft, bevor man das Gespräch entgegennimmt -kann Leben auslöschen.

Handyverbot ohne Freisprecheinrichtung
Das Verbot des Telefonierens am Steuer war ein großes Plus für die Verkehrssicherheit, denn Untersuchungen belegen, dass das Handy von allen Nebentätigkeiten während des Fahrens, wie beispielsweise Rauchen oder Autoradio-Bedienen, Konzentrationskiller Nummer Eins ist.

Grundsätzlich ist jede Verwendung des Handys wie etwa das Versenden oder Lesen von SMS, das Abhören der Mailbox oder der gescheiterte Versuch, das Handy in Betrieb zu nehmen, im Handyverbot inkludiert und wird bei einer Anhaltung nicht (mehr) als Rechtfertigung anerkannt. "Die höchstgerichtliche Judikatur tendiert zu einer überaus strengen Auslegung des Handyverbots", kommentiert Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der KfV-Rechtsabteilung, eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs. Zu Recht: Ablenkung am Steuer gefährdet nicht nur den Telefonierer selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), appelliert an alle Autofahrer: "Man bedenke, dass man sich nicht nur selbst gefährdet, sondern auch unschuldige Verkehrsteilnehmer. Untersuchungen zeigen, dass Handy-Telefonierer im Auto neben einer verlängerten Reaktionszeit deutlich mehr Fahrfehler und Fehleinschätzungen begehen. KfV-Experten schätzen, dass etwa zwei Drittel aller Verkehrsunfälle mit Handy Auffahrunfälle sind".

Doch auch die Bedienung des Autoradios während der Fahrt kann in wenigen Sekunden über das Schicksal mehrerer Verkehrsteilnehmer entscheiden. Das KfV empfiehlt daher vor Beginn der Fahrt den richtigen Radiosender oder die richtige Audiokassette bzw. CD einzulegen und die Klangqualität zu überprüfen, so dass es während der Fahrt nicht zu ständiger Ablenkung durch neuerliche Einstellungen am Gerät kommen kann.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (01) 717 70 - 225
pr@kfv.at
http://www.kfv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS0001