Wirtschaftskammerpräsident Leitl gratuliert Tschechien zu positivem EU-Referendum

"Chance auf Neubeginn in bilateralen Beziehungen" - Wichtigster Partner für Österreichs Direktinvestitionen unter den Reformstaaten

Wien (PWK377) - Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und gleichzeitig Präsident der europäischen Wirtschaftskammern (Eurochambres), Christoph Leitl, begrüßt in einer ersten Reaktion das erfreuliche Ergebnis des tschechischen EU-Referendums: "Die Tschechische Republik hat binnen weniger Jahre sowohl ihre sozialistische Vergangenheit überwunden und ihre Unabhängigkeit erreicht, als auch den Weg in die Wertegemeinschaft der Europäischen Union geschafft, wozu ich herzlichst gratuliere. Österreich und unser nördlicher Nachbar haben nun die große Chance auf Neubeginn in den bilateralen Beziehungen. Nutzen wir diese Chance, um alle atmosphärischen Störungen zu beseitigen und unbelastet in eine neue europäische Partnerschaft mit Tschechien eintreten zu können."

Die Tschechische Republik ist mit einer Fläche von 78.900 km2 und 10,3 Millionen Einwohnern ein Zukunftsmarkt und für die österreichische Wirtschaft ein strategisch wichtiger Partner "vor der Haustür". Österreich ist mit rund 3.300 Firmen und einem Anteil von 10,1 % aller ausländischen Investitionen in Tschechien der drittgrößte Auslandsinvestor nach Deutschland und Holland. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 4 Milliarden Euro (2002) ist Tschechien die wichtigste Destination für österreichische Direktinvestitionen unter den Reformstaaten. Der Bereich "Umwelttechnik" lässt wegen der bis 2010 umzusetzenden EU-Richtlinien bedeutende Investitionen mit EU-Kofinanzierung und gute Geschäftsmöglichkeiten erwarten.

Österreich nahm 2002 unter den Handelspartnern Tschechiens bei den Exporten hinter Deutschland, der Slowakei und Großbritannien den 4. Rang, bei den Importen den 6. Rang ein. Zahlreiche österreichische Firmen verfügen mittlerweile über Produktionsstätten in Tschechien und tätigen vor Ort Verkäufe an tschechische Kunden. Die österreichischen Exporte stiegen im Vorjahr um 4,5 % auf über 2,2 Mrd Euro an. Die wichtigsten Ausfuhrwaren Österreichs nach Tschechien sind Brennstoffe und Energie (Erdöl- und Erdölerzeugnisse), chemische Erzeugnisse, bearbeitete Waren (Metallwaren, Eisen und Stahl, Papier und Pappe, Textilien), Maschinen und Fahrzeuge sowie sonstige Fertigwaren wie Bekleidung und Kunststoffwaren.

Bei den Importen aus der Tschechischen Republik - 2002 mit einem Wert von ebenfalls 2,2 Mrd Euro (+5,5 %) - dominieren Fahrzeuge, Kfz-Teile und Zubehör, Rohholz und bearbeitetes Holz, Steinkohle, Maschinen, Elektronik, Kunststoffwaren, Möbel- und teile, Bekleidung und Textilien. (Ne)

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