Findeis: Massiver Anstieg der Kriminalität in Niederösterreich

71.933 angezeigte Delikte im Jahr 2001 stehen 85.000 Delikte im Jahr 2002 gegenüber

St. Pölten, (SPI) - Heute Montag ist wieder kein erfolgreicher Tag für Innenminister Ernst Strasser. Er muss die Österreichische Kriminalitätsstatistik des Jahres 2002 offen legen - und die zeigt die längst befürchteten Auswirkungen der von Strasser begonnenen Kürzungs- und Personalabbaupolitik im Bereich der Sicherheit und der Exekutive. Waren in NÖ im Jahr 2001 noch 74.933 angezeigte Delikte zu verzeichnen, so sind es im Jahr 2002 bereits mehr als 85.000! Das entspricht einer Steigerung von nicht weniger als 14 Prozent binnen eines Jahres. Niederösterreichs Sicherheit befindet sich auf Talfahrt, die Kriminalitätsrate dagegen zeigt einen massiven Aufwärtstrend", kritisiert der Sicherheitssprecher der SPNÖ, LAbg. Hermann Findeis, die nun auf dem Tisch liegenden Fakten.****

Hauptsächlich Eigentumsdelikte, Diebstähle, Einbrüche und Betrugsdelikte sind in Niederösterreich massiv angestiegen, die Aufklärungsrate dagegen gefallen. Auf den Niederösterreichischen Dienststellen gibt es einfach zu wenig Beamte, um einerseits Ermittlungen anzustellen, andererseits aber die Sicherheit in den Städten und Gemeinden zu gewährleisten und besonders die Klein- und Drogenkriminalität in den Griff zu bekommen. Kein Wunder - wurden doch in Niederösterreich unter Strasser mehr als drei Dutzend Gendarmerieposten zugesperrt und mehr als 200 Planstellen gestrichen. Demgegenüber steht aber noch ein gewaltiger Nachholbedarf - denn mehr als 400 normierte Planposten bei Gendarmerie und Polizei sind erst gar nicht besetzt! "Die Ursache dieser besorgniserregenden Entwicklung liegt eindeutig in der Kürzungspolitik des Innenministers. Es gibt Regionen in Niederösterreich, in denen liegen 40 Minuten oder mehr Fahrzeit vom nächsten Gendarmerieposten in eine Gemeinde. ‚Open house' für jene, die es auszunützen wissen", zeigt LAbg. Findeis die Tatsachen auf.

"Strasser sollte also von seinem hohen ‚Propagandaross' mit seinen altbekannten Floskeln heruntersteigen und endlich wieder für die Sicherheit der niederösterreichischen Bevölkerung arbeiten. Wegen des völlig falschen Kürzungskurses in der Exekutive wird Österreichs ehemals hervorragender Ruf als eines der sichersten Länder der Erde leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Strasser ist aufgerufen, mehr Personal einzustellen, die Gendarmerieposten und Polizeidienststellen mit der notwendigen technischen Infrastruktur auszustatten und vor allem die Sicherheitslücken in den ländlichen Regionen Niederösterreichs zu schließen", fordert der SPNÖ-Sicherheitssprecher Strasser zum Handeln auf.
(Schluss) fa

Rückfragen & Kontakt:

Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
andreas.fiala@noel.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001