"Neues Volksblatt" Kommentar: "Harmonie" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 16. Juni 2003

Linz (OTS) - Von Harmonie war und ist im Zusammenhang mit der Pensionsreform nichts zu spüren. Auch die angekündigte Harmonisierung der Pensionssysteme - die Pensionsreform II, wie Maria Rauch-Kallat gestern sagte - wird nicht sehr harmonisch ablaufen; die aktuellen Wortmeldungen zur Sache deuten jedenfalls darauf hin.
Dass das nicht so sein muss, dass die Harmonisierung der pensions-, dienst- und besoldungsrechtlichen Systeme auch ohne Kampf und Krampf über die Bühne gehen kann, dafür gibt es Beispiele:
Oberösterreich etwa oder Vorarlberg. In beiden Bundesländern gibt es keine Unterschiede mehr zwischen öffentlich Bediensteten und ASVG-Versicherten und keine besoldungs- und pensionsrechtlichen Unterschiede mehr zwischen Beamten und Vertragsbediensteten. Tatsache ist aber, dass diese Umstellung aufgrund der Neuverteilung des Lebenseinkommens der Neueintretenden anfangs Geld kostet. Bundesländer mit geordneten Finanzen tun sich da leichter. Tatsache ist aber auch, dass mit Vernunft, Augenmaß und gutem Willen - auch der Oppositionsparteien! - Reformen, die das Land braucht, machbar sein müssten.
Übrigens: Die FPÖ hat gestern in Wels eine harmonische Vorstellung gegeben. Man darf gespannt sein, wie lang die Blauen das durchhalten.

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