"profil": Molterer: "Haupt muss manchmal zuviel einstecken"

VP-Klubchef gesteht Fehler in der Pensionsreformdebatte ein

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nimmt Wilhelm Molterer, Klubobmann der ÖVP, zur Pensionsreform und den Auseinandersetzungen innerhalb der Koalition Stellung. Molterer: "Wer erwartet hätte, dass eine Pensionssicherungsreform in dieser Dimension diskussionslos abläuft, müsste politisch naiv sein. Es wurde ja auch in der ÖVP intensiv diskutiert."

Die Koalition, so Molterer, sei nie gefährdet gewesen, allerdings sei es "eine schwierige Diskussion in der Sache" gewesen.

Vizekanzler und FPÖ-Chef Herbert Haupt sei durch die Einigung gestärkt worden. Molterer: "Wer Herbert Haupt kennt, wird draufkommen, dass er ein Steher ist. Er hält viel aus. Er muss manchmal vielleicht zuviel einstecken."

Gegenüber "profil" räumt Molterer Fehler in der Debatte um die Pensionsreform ein: "Es ist notwendig, unsere intensive Arbeit den Bürgern auch zu vermitteln. In dieser Hinsicht ist es wahrscheinlich nicht ganz optimal gelaufen. Wir müssen deutlich machen, warum die Reformen notwendig sind."

Über die mögliche Rückkehr des Kärnter Landeshauptmanns Jörg Haider an die Spitze der FPÖ meint Molterer: "Ich höre, dass er Landeshauptmann in Kärnten ist, und das auch bleiben will. Das hat er sehr laut und deutlich den Wählern und Wählerinnen in seinem Bundesland so gesagt."

Die ÖVP hätte das Regierungsübereinkommen mit Herbert Haupt erarbeitet, so der Klubobmann. Molterer: "Haupt hat es unterschrieben, er ist Vizekanzler und Parteiobmann. Punkt."

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