EADS beauftragt norwegische Industrie mit Technologie-Entwicklungsarbeiten für Eurofighter Typhoon

Oslo/München (OTS) - Die EADS als Teil des Eurofighter-Konsortiums hat am Freitag einen Vertrag mit Thales Norwegen über die Entwicklung fortschrittlicher Techniken zur Aufzeichnung und Verarbeitung von Daten für bordeigene Wartungsrechner erteilt. Der Vertrag mit einem Volumen von sechs Millionen Euro begründet eine auf drei bis vier Jahre angelegte enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Entwicklung von Hochtechnologie. Die Kooperation mit EADS Militärflugzeuge wird Thales Norwegen in eine führende Rolle versetzen, aus der heraus das Unternehmen künftige Produktionsverträge im Eurofighter-Programm gewinnen kann. Das bei diesem Projekt erarbeitete High-Tech-Wissen wird es Thales Norwegen weiters ermöglichen, andere Produktfelder von strategisch langfristig wichtiger Schlüsselfunktion für den künftigen Erfolg des Unternehmens zu entwickeln.

Der Vertrag ist Teil eines größeren, 20 Millionen Euro schweren Abkommens mit der norwegischen Regierung zur Beteiligung von Firmen des Landes am Eurofighter Typhoon. Das Vertragswerk konnte in weniger als drei Monaten zur Unterschriftsreife gebracht werden. Dies allein zeigt den Geist und die partnerschaftliche Wertschätzung zwischen der norwegischen Industrie und den großen Firmen der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche, die das Eurofighter-Konsortium bilden: die italienische Alenia, EADS in Deutschland und Spanien sowie die britische BAE SYSTEMS.

Aloysius Rauen, Präsident und CEO von EADS Militärflugzeuge, betonte, daß "die Unterzeichnung dieses Vertrages das Engagement der EADS und des Eurofighter-Konsortiums in Norwegen unterstreicht und zugleich die Richtigkeit der norwegischen Entscheidung, die Nachfolge der F-16-Kampfflugzeuge im Wettbewerb festzulegen. Der Vertragsschluß verdeutlicht ferner die Fähigkeit der norwegischen Industrie zur Teilnahme an technologisch komplexen Entwicklungsarbeiten, die diesen Unternehmen eine langfristige Perspektive bieten werden. Das ist, was wir unter echter Partnerschaft unter Gleichen verstehen."

Olav Valeur, Geschäftsführer der Thales Communications A/S (TCN) sagte: "Dieser Vertrag ermöglicht meinem Unternehmen den Zugang als qualifizierten Zulieferer für die internationale Luft- und Raumfahrtindustrie. Jetzt Teil der Prozesskette für die Eurofighter-Entwicklung und -produktion zu sein ist der Durchbruch für unsere Bestrebungen, TCN als Zulieferbetrieb für die Militärluftfahrt zu positionieren. Der Vertrag bestätigt und stärkt weiters unsere führende Rolle als Anbieter von professionellen kodierten Kommunikationslösungen und von drahtlosen militärischen Informationssystemen der nächsten Generation. Das Wartungsdatensystem für die Eurofighter Typhoon der dritten Produktions-Tranche wird auf unseren Lösungen 'Thales Trusted Virtual Private Network' für mobile Anwendungen und 'Octopus BodyLAN' basieren."

Fünf weitere Verträge mit anderen norwegischen Unternehmen und dem norwegischen Institut für Verteidigungsforschung FFI sind in der Endab-stimmungsphase. Hierbei geht es um Themen wie fortschrittliche Radar- und Flugführungs-technologien und die Integration des von der Firma Kongsberg entwickeltenLuft/Seeziel-Flugkörpers NSM zur Verwendung am Eurofighter Typhoon. Das norwegische Verteidigungsministerium prüft derzeit diese Verträge vor ihrer endgültigen Unterzeichnung. Der Abschluß dieser weiteren Verträge stellt dann die Umsetzung des Abkommens der norwegischen Regierung mit dem Eurofighter-Konsortiums mit seinem Volumen von 20 Millionen Euro und der Laufzeit von drei bis fünf Jahren dar. Beide Seiten sind zuversichtlich, daß damit auch die Basis für eine Erweiterung der Zusammenarbeit zu gegenseitiger Zufriedenheit geschaffen werden kann.

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