Karas: EU hat Österreichs Wirtschaft auf Touren gebracht

Vor neun Jahren stimmte Österreich mit Ja zur EU

Brüssel, 13. Juni 2003 (ÖVP-PK) "Der europäische Binnenmarkt, der vor 10 Jahren in Kraft trat, hat Österreichs Wirtschaftsmotor bisher gut auf Touren gebracht. Neun Jahre nach der Volksabstimmung in Österreich über unseren EU-Beitritt kann man eine eindeutig positive Bilanz unserer EU-Mitgliedschaft ziehen", sagte heute der ÖVP-Europaparlamentarier Mag. Othmar Karas. Anlässlich der Stipendienverleihung der IG Alpbach Niederösterreich für das diesjährige Forum Alpbach wies Karas darauf hin, dass die Zugehörigkeit zum gemeinsamen Wirtschaftsraum Österreich ein jährliches Wachstum von 0,5 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts gebracht hatte: "Ohne den Binnenmarkt wäre die jährliche Wirtschaftsleistung um diesen Betrag geringer ausgefallen", unterstrich Karas. ****

Allein in den vergangenen sieben Jahren hätten sich die Exporte Österreichs von rund 37 Mrd. Euro im Jahr 1994 auf 69 Mrd. Euro fast verdoppelt. "Mindestens eine Milliarde Euro hat uns der EU-Binnenmarkt damit gebracht", resümiert der Wirtschaftssprecher der EVP-ED-Fraktion Karas. In Summe seien durch und seit dem EU-Beitritt auch mehr Arbeitsplätze in Österreich geschaffen worden. 5.000 bis 6.400 Jobs pro Jahr entstehen so allein auf Grund der positiven wirtschaftlichen Auswirkungen des EU-Beitritts. "Auch auf die österreichische Arbeitslosenquote hat sich der freie Handels- und Dienstleistungsraum dämpfend ausgewirkt. Der Binnenmarkt mildert die Arbeitslosenquote um rund 0,14 Prozentpunkte pro Jahr", so Karas.

In seiner Ansprache vor der IG Alpbach Niederösterreich, die Stipendien für Studenten zur Teilnahme am Forum Alpbach 2003 vergibt, wies der österreichische Europaparlamentarier auch nachdrücklich auf die zahlreichen Chancen hin, die der EU-Beitritt gerade jungen Menschen in Ausbildung gebracht habe: "Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die Akzeptanz und Nutzung des EU-Bildungsprogramms SOKRATES: Im Studienjahr 92/93 nahmen nur 900 Studierende aus Österreich teil, 1999/2000 waren es 3.000 Studierende."

Als EVP-Wirtschaftssprecher wies Karas aber auch auf die nach wie vor bestehenden Hemmnisse und Unzulänglichkeiten des Binnenmarktes hin: "Es liegen noch große Brocken auf dem Weg zu einem voll funktionierenden Binnenmarkt. Eine Steuerharmonisierung steht hier wohl ganz oben auf der Liste, ebenso wie noch ausständige Liberalisierungsschritte in diversen Wirtschaftssektoren." Hier werde man in den kommenden Jahren noch viel zu tun haben. "Die Summe aller Effekte ist aber absolut positiv für Österreich. Jetzt, wo sich die Bürger aus zehn neuen Ländern für einen Beitritt zur EU aussprechen, kann man mit Stolz zurückblicken und sagen: Auch wir haben damals die richtige Entscheidung getroffen", sagte Karas abschließend.

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