Edlinger: Zahl der Millionäre steigt, Pensionen sollen aber sinken

Edlinger fordert Ende der Belastungspolitik für kleine Einkommen

Wien (SPW) "Die Zahl der Millionäre in Österreich steigt beständig, aber die Pensionen sollen sinken. Es ist eine ungerechte Politik, die die österreichische Bundesregierung gegenüber den kleinen Einkommensbeziehern macht", kritisiert der Wiener Landesvorsitzende und Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreich Rudolf Edlinger in einer Aussendung am Freitag.****

Der aktuelle "World Wealth Report 2003" weist aus, dass es in Österreich bereits fast 60.000 Euro-Millionäre gibt, also Menschen mit einem Finanzvermögen von mehr als 1 Million Euro, wobei Immobilienbesitz noch gar nicht berücksichtigt ist. Und der Bericht weist nach, dass die Zahl der Millionäre weltweit steigt.

"Wenn das Bruttoinlandsprodukt, also die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes, in Österreich heuer um mehr als 5 Milliarden Euro wächst, ist zu daher fragen: Wer steckt diese zusätzlichen 5 Milliarden Euro ein? Die Arbeitnehmer und Pensionisten sind es offensichtlich nicht. Geld ist also genug da. Es ist daher eine Frage gerechter Verteilung und gerechter Besteuerung, wer wie viel vom gemeinsam Erwirtschafteten bekommt. Und Tatsache ist derzeit, dass die Bundesregierung die Arbeitnehmer stärker besteuert und belastet als Finanzvermögen und Finanzeinkommen. Die Arbeitnehmer und Pensionisten ständig zu belasten, führt aber in eine wirtschaftliche Sackgasse, weil damit auch Kaufkraft, Wirtschaft und Beschäftigung geschwächt werden", argumentiert Edlinger.

Edlinger verlangt eine gerechte Besteuerung großer Finanzeinkommen und Privatstiftungen in Österreich und ein Ende der Belastungspolitik für kleine Einkommen. "Der Wohlfahrtsstaat ist eine so wichtige Einrichtung, dass alle Einkommen zur Finanzierung beitragen sollen, also nicht nur die Erwerbseinkommen, sondern auch die Finanzeinkommen", so Edlinger. Andernfalls würden die Verteilungsdiskussionen und -kämpfe in Zukunft weit heftiger als bisher ausfallen, "weil es bei den Arbeitnehmern und Pensionisten zunehmend an die Existenz geht und sie nicht einsehen werden, warum die einen immer mehr und die anderen immer weniger vom gemeinsam Erwirtschafteten bekommen", so Edlinger. (Schluss)

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