Blecha: Neue Pensionspläne sind Schlag ins Gesicht für Jung & Alt

Durch Umstellung auf Einmalzahlungen wird bereits ab 2004 die Durchschnittspension um 500 Schilling monatlich gekürzt

Wien (SK) Als "Schlag ins Gesicht" bezeichnete der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, den heute von Abgeordneten der Regierungsparteien eingebrachten "Entschließungsantrag betreffend einheitliches Pensionsrecht". "Entgegen allen Versprechungen, Zusicherungen und Verträgen wird bei den jährlichen Anpassungen die Kürzung zur Norm erhoben, denn die Pensionsanpassungen sollen künftig offenbar nur mehr über 'Einmalzahlungen' erfolgen. Das bedeutet ein permanentes, schrittweise steigendendes und lebenslanges Kürzen der Pensionen", kritisiert Blecha. ****

Der Pensionistenverband hat genaue Berechnungen angestellt, wie sich die Einmalzahlungen kürzend auf die Pensionen ausgewirkt hat bzw. auswirken wird.

Eine 1.000 Euro (13.760 S) Pension hätte im Jahr 2001 um 2,4 Prozent Inflation angepasst werden müssen, tatsächlich gab es 0,8 Prozent plus Einmalzahlung, die die Pensionsbasis nicht erhöht und damit eine Kürzung von 107,72 Euro (1.482 S) verursachte. 2002 wurden die Pensionen statt um 2,9 Prozent Inflation nur um 1,1 Prozent angepasst, macht einen kumulierten Verlust von 333,28 Euro (4.586 S) aus. Und durch die 0,5-prozentige Anpassung bei einer Inflationsrate von 2,1 Prozent im Jahr 2003 beträgt das Jahres-Pensionsminus bereits 507,88 Euro (fast 7.000 S). Blecha: "Das heißt, schon haben die Pensionisten monatlich um 500 Schilling weniger im Börsel!"

Heftig kritisierte Blecha die Einführung des beitragsorientierten Pensionskontos. Blecha: "Sogar der von der Regierung beauftragte Pensionsexperte Tomandl kennzeichnete dieses Modell als 'drastisches Senken des Pensionsniveaus'."

"Mit der Beschlussfassung dieses Antrages wird klar, wie viel vom Wort von Bundeskanzler Schüssel zu halten ist, der vor der Wahl ein 'Bündnis für Österreichs Senioren' unterschrieben hat, in dem er die Werterhaltung der Pensionen garantierte, und was von den großmundigen Ankündigungen der FPÖ-Politiker Haupt und Co. zu halten ist, die jetzt allesamt im Liegen umfallen", so Blecha abschließend. (Schluss) wf/mm

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