Gehrer: Wesentliche Verbesserungen für Studierende

Ministerrat beschließt Novelle zum Studienförderungsgesetz

Wien (OTS) - Das Bildungsministerium stellt jährlich 145 Mio. € für die Studienförderung zur Verfügung. Rund 34.500 Studierende, das sind 20,3 % aller Studierenden, erhalten eine Studienförderung. "Damit ist sichergestellt, dass jeder, der studieren möchte und die nötigen Voraussetzungen erbringt, auch studieren kann", erklärte heute Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Die Ergebnisse der letzten Studierenden-Sozialerhebung und die laufende Evaluierung haben aber gezeigt, dass für einzelne Studierendengruppen Verbesserungen notwendig sind. "Die heute im Ministerrat beschlossene Novelle des Studienförderungsgesetzes beinhaltet wesentliche Verbesserungen für Studierende. So kann die Förderungsdauer für behinderte Studierende künftig um bis zu 50% der Dauer des Studienabschnitts verlängert werden. Studierende mit Kindern erhalten einen um 192 € höheren Zuschlag zur Studienbeihilfe, davon werden rund 1.600 Studienbeihilfenbezieher profitieren. Der Bezieherkreis für Studienabschlussstipendien wird ausgeweitet, künftig wird jeder Erstabschluss an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien mit dieser Förderungsmöglichkeit finanziert werden können", erläutert Gehrer. Zukunftsorientiert und ein wesentlicher Beitrag zum e-government ist die Neugestaltung der Stipendienbewilligung durch die Studienbeihilfenbehörde. Eine automatische Neudurchrechnung der Studienbeihilfe auf Grund elektronisch übermittelter Daten erspart den Studierenden den jährlichen Gang zur Studienbeihilfenbehörde und wird gleichzeitig eine Reduktion des Verwaltungsaufwands mit sich bringen.

In die Novelle einbezogen wurden neben den Erkenntnissen aus dem "Bericht zur sozialen Lage der Studierenden 2002" auch die mehr als 30 Stellungnahmen aus dem Begutachtungsverfahren. Der im Begutachtungsentwurf vorgeschlagene Studienerfolgsnachweis anhand des ECTS-Punktesystems, wurde für diese Novelle des Studienförderungsgesetzes herausgenommen. "Für eine Umsetzung dieses modernen europäischen Bewertungssystems in der Studienförderung sind noch weitere Erhebungen und Analysen erforderlich. Insbesondere ist die Weiterentwicklung der Studienpläne, welche an vielen Universitäten gerade diskutiert wird, abzuwarten", so Gehrer abschließend.

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